550 Feuerwehrleute eingekleidet

Feuerwehrleute aus Bennemühlen in der neuen persönlichen Schutzausrüstung in Aktion zur Demonstration vor der Ersten Gemeinderätin Susanne Schönemeier und Gemeindebrandmeister Maik Plischke.

Neue persönliche Schutzausrüstung flächendeckend verteilt

Bennemühlen (awi). Im Frühjahr 2017 hatte die Gemeinde den Start der Ausgabe der neuen persönlichen Schutzausrüstung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark mit einem Pressetermin in Mellendorf dokumentiert. Jetzt luden Gemeindebrandmeister Maik Plischke und die Ers-te Gemeinderätin Susanne Schönemeier erneut ein: diesmal an den Standort der Gemeindekleiderkammer der Feuerwehr Wedemark im Feuerwehrhaus in Bennemühlen, um zu demonstrieren, dass jetzt alle 550 Kameraden der Feuerwehr Wedemark mit den neuen sandfarbenen und gelb abgesetzten Schutzanzügen aus Nomex ausgerüstet sind. Die Gemeinde habe 1.000 Euro pro Hose und Jacke, also über eine halbe Million Euro in die Sicherheit der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr investiert, betonten Plischke und Schönemeier, dabei habe die Sicherheit vorne angestanden, und es sei nicht zuerst auf den Preis geguckt worden. „Unsere Feuerwehrkameraden sollen den bestmöglichen Schutz haben, sie riskieren bei den Einsätzen ihr Leben“, sagte Susanne Schönemeier ernst. Alle Anzüge sind Maßanfertigungen, für die die Kameraden einzeln vermessen wurden. „Daher heißt es jetzt ,Figur halten‘“, scherzte Schönemeier.
Zuerst waren die Atemschutzgeräteträger mit den neuen Schutzanzügen ausgerüstet worden, dann die Wehren je nach Einsatzaufkommen. Die Öffentlichkeit habe sich schnell an das neue Outfit der Feuerwehr Wedemark gewohnt, ist Plischke überzeugt. Das Material Nomex ist atmungsaktiv, imprägniert und hat einen ergonomischen Schnitt. Bei Inneneinsätzen haben die Kameraden ihre neue Schutzkleidung, die übrigens wesentlich leichter als die alte ist, bereits schätzen gelernt, schützt sie doch dabei wesentlich besser vor Hitze als die alten Einsatzanzüge. Die sind allerdings in allen Wehren nach wie vor griffbereit. Denn zum einen muss Ersatz dasein, da die neuen Anzüge nach jedem Einsatz mit Kontaminierung gereinigt werden müssen, was ungefähr eine Woche dauert, und zum anderen hat sich gerade in diesem Sommer herausgestellt, dass die alten Einsatzanzüge beispielsweise bei Flächenbränden praktischer in der Handhabung sind, weil bei Sonneneinstrahlung nicht so schnell ein Hitzestau entsteht. Doch das sind Ausnahmesituationen und in diesen Fällen können die blauroten KIamotten ja auch noch zum Einsatz kommen, so Plischke. Bei den neuen Schutzanzügen sind die Jacken kürzer, überlagern sich aber mit der Hose, die Arme können besser gehoben werden, es gibt viele Taschen, in denen wichtige Utensilien verstaut werden können und Integrationsmöglichkeiten für Sicherheits-
systeme, beispielsweise für Haken zum Abseilen.
Da alles Maßanfertigungen sind, haben Gemeindezeugwart Heiko Ziörjen und sein Stellvertreter Karsten Helms allerdings in der zentralen Ausgabestelle in Bennemühlen in der Regel keine neuen Schutzanzüge vorrätig, lediglich eine Jacke in Größe L hängt dort als Muster, aber auf der steht nicht Feuerwehr Wedemark drauf.