7 junge Migranten auf Informationstour für zukünftige Ausbildungsberufe

Interessiert schjauen die jungen Männer bei der Arbeit im Sanitätshaus zu.

Handwerkskammer beeindruckt von Orthopädietechnik bei A+O

Mellendorf. Das Sanitätshaus A+O hat sieben jungen Migranten einen umfassenden Einblick in die Ausbildung als Orthopädie-Techniker gegeben. „Wir sind beeindruckt“, sagte Torsten Beetz, Integrationsberater der Handwerkskammer Hannover, nach dem Rundgang. „Da wir diese jungen Männer im nächsten Jahr selbst in ein Ausbildungsverhältnis vermitteln wollen, haben wir uns hier in diesem modernen Umfeld wertvolle Ideen geholt.“
Organisiert wird die Maßnahme im Rahmen der BOF (Berufsorientierung für Flüchtlinge). „Das deutsche Ausbildungssystem stößt bei den jungen Männern auf großes Interesse. Im Moment gehen sie noch zur Schule und lernen deutsch“ erklärte Beetz. „Zudem finde ich es spannend, dass das gesamte Handwerk in Deutschland als ein großer Wirtschaftsbereich auftritt. Das kennen die Flüchtlinge so nicht.“
Der Kontakt ist durch Torsten Beetz entstanden, der im Rahmen des  Orientierungsprogramms von der modernen Arbeitsweise bei A+O gehört hatte. Hier werden nicht nur standardisierte Hilfsmittel abgegeben, sondern auch individuelle Prothesen und Orthesen in der eigenen orthopädietechnischen Werkstatt hergestellt. Das reicht von durch Mikroprozessoren gesteuerten Prothesen bis zu Orthesen mit aktiven Gelenken in Leichtbau-Karbonfasertechnik.
Als Praxisbeispiel hatten die sieben Interessenten an ihrem Informationstermin die Möglichkeit, eine moderne Apparateversorgung eines Patienten, der unter Multipler Sklerose leidet, zu sehen und Fragen an ihn zu stellen. Beetz: „Das Vorher-hinterher-Ergebnis ist schon imponierend – wir sind beeindruckt, auf welch hohem Niveau hier den Menschen geholfen wird!“