Acht Kandidaten für den Seniorenbeirat

Die Kandidaten für den nächsten Seniorenbeirat, der bis zum 11. März gewählt mit Bürgermeister und Ortsratsbetreuer: Kathrin Müsken-Graucob (von links), Bürgermeister Helge Zychlinski, Manfred Homann, Erika Ebeling, Christa Bohr, Helmut Lohmann, Rainer Gerth, Wolfgang Jansen, Wolfgang Preuß und Ortsratsbetreuer Detlev Witt.
 
Christa Bohr (70) aus Wennebostel

8.156 Wedemärker ab 60 Jahren sind diesmal wahlberechtigt

Wedemark (awi). Bei der Seniorenbeiratswahl 1992 waren 4.500 Wedemärker über 60 Jahre wahlberechtigt, 1995 waren es 4.800, 1998 bereits 5.500, im Jahr 2001 waren 6.300 Wedemärker wahlberechtigt und so steigert sich die Zahl bis zur aktuellen Seniorenbeiratswahl jetzt im März auf 8.156 Wahlberechtigte. Damit hat sich seit dem ersten Seniorenbeirat die Zahl der Wahlberechtigten fast verdoppelt, verwies Bürgermeis-ter Helge Zychlinski bei der Vorstellung der Kandidaten am Donnerstag auf die demographische Entwicklung. Bei der letzten Beiratswahl vor fünf Jahren war die Wahlbeteiligung mit 52,8 Prozent recht zufriedenstellend. Im Laufe dieser Woche sollten eigentlich alle Wahlberechtigten ihre Wahlunterlagen erhalten haben. Dem Wahlbogen, auf dem die Senioren einen der acht Kandidaten ankreuzen dürfen, liegt ein Freiumschlag für die Rücksendung bei, der bis allerspätestens 11. März (es gilt der Eingang, nicht der Poststempel) wieder im Rathaus eingegangen sein muss. Am Freitag, 13. März, wird ausgezählt. Acht Kandidaten haben sich gemeldet und die Voraussetzungen erfüllt, sieben werden in den Beirat gewählt. Damit wird ein Nachrücker für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung stehen. Drei der acht Kandidaten gehören bereits dem bestehenden Seniorenbeirat an. Fünf kandidieren zum ersten Mal (siehe Vorstellung links). Diese Mischung aus Kontinuität und Erneuerung sei gut, so Bürgermeister Helge Zychlinski. Er freue sich, dass sich ausreichend Kandidaten gemeldet hätten und klage nicht, dass es mehr sein könnten. „Ich freue mich, dass wir den älteren Menschen eine Wahlmöglichkeit anbieten können. Der Seniorenbeirat hat in der Wedemark eine wichtige Funktion“, so der Bürgermeis-ter. Er müsse die Senioren beraten und sei daher in der Wedemark in jedem Ausschuss mit Ausnahme des Personalausschusses vertreten, was nicht selbstverständlich sei. Er sei überzeugt, dass die Wahl auch dieses Mal wieder einen schlagkräftigen Beirat ergeben werde.
Christa Bohr (70) aus Wennebostel ist zwar erst vor vier Jahren aus Cuxhaven in die Wedemark gezogen, fühlt sich aber bereits sehr wohl und heimisch hier und möchte sich engagieren. Bis 2009 war sie bei den Marinefliegern. Aus familiären Gründen hat sie sich zum Ortswechsel entschlossen. Sie ist vielseitig interessiert, sportlich aktiv und hat bereits beim Museumsverein in Bissendorf ein Betätigungsfeld gefunden.Erika Ebeling (71) aus Mellendorf ist eine Ur-Wedemärkerin: in Bissendorf geboren, in Brelingen aufgewachsen und seit Jahrzehnten in Mellendorf verheiratet, ist sie viel zu rege, um im Ruhestand untätig zu sein. Schließlich hat sie jahrelang verantwortlich in der Spedition Ebeling gewirkt. Kommunalpolitisch ist Erika Ebeling ebenfalls seit vielen Jahren aktiv und der Seniorenbeirat interessiert sie sehr.Rainer Gerth (79) aus Bissendorf ist der Älteste auf der Kandidatenliste und seit 2007 im Seniorenbeirat und gestaltet dessen Website. Er ist Mitglied im Arbeitskreis für Menschen mit und ohne Behinderungen, beim Museumsteam, bei der Historischen Arbeitsgemeinschaft Wedemark, schult Senioren im Umgang mit dem Computer und betont seinen persönlichen Einsatz für die Kurse in der Jugendhalle.Manfred Homann (63) aus Bissendorf-Wietze fühlt sich noch viel zu jung, um sich zur Ruhe zu setzen, nachdem er als Polizeibeamter vor einem Jahr in den Ruhestand gegangen ist. Er bringt kommunalpolitische Erfahrung mit und sieht im Seniorenbereich etliche Probleme, an deren Lösung er gerne mitarbeiten möchte. Homann sieht einen Anreiz darin, Senioren das Altern leichter zu gestalten.Wolfgang Jansen (74) aus Bissendorf gehört dem Seniorenbeirat bereits seit fünf Jahren an und würde seine Arbeit gerne fortsetzen, um auch die Dinge weiter zu begleiten, die der alte Beirat angeschoben hat. Dabei liegen ihm auch seniorengerechtes Wohnen und Begegnungsstätten am Herzen. Er engagiert sich im imago Kunstverein und im Kirchenvorstand, würde gerne das Thema Verkehrssicherheit für Ältere intensivieren und Schnittpunkte mit dem Behindertenbeirat nutzen.
Helmut Lohmann (69) aus Bissendorf ist ebenfalls seit fünf Jahren im Seniorenbeirat. Er lebt seit 37 Jahren in der Wedemark, seit 1988 in Bissendorf. Er ist kommunalpolitisch interessiert und hat den Seniorenbeirat in vielen Ausschüssen, aber auch auf Messen und Ausstellungen vertreten und die Badefahrten nach Celle gerne begleitet. Er möchte sich gerne weiterhin für altersgerechtes Wohnen einsetzen und andere seniorenrelevante Themen aufarbeiten. Kathrin Müsken-Graucob (71) aus Bissendorf-Wietze wohnt dort seit rund 40 Jahren in einem großen Haus und „möchte dort auch nicht raus“, obwohl sie das Gefühl hat, „dass die große Politik das fordert“. Sie möchte sich für ihre und die Interessen anderer Senioren aktiv einsetzen. Erfahrung im Engagement für andere hat die Oberstudienrätin als Leiterin des katholischen Kirchenchores und als Seniorenberauftragte des Wedemärker Lions Clubs bereits reichlich gesammelt.Wolfgang Preuß (60) aus Wiechendorf ist der Jüngste der Kandidaten. 32 Jahre lang war er Postzusteller, 1992 zog er von Mellendorf nach Wiechendorf. Über 30 Jahre lang führte er die Soldatenkameradschaft Mellendorf und war im Schützenverein engagiert. Seit einem Jahr besucht er die Sitzungen des Seniorenbeirats regelmäßig und würde jetzt gern selbst aktiv mitreden können und auch die Senioren aus den Ortsteilen vertreten, die keinen eigenen Kandidaten haben.