ADAC spendiert Warnwesten

Die Schüler der Klasse 1c der Grundschule Bissendorf freuten sich über die Sicherheitswesten von der ADAC-Stiftung Gelber Engel. Foto: A. Wiese

Bissendorfer Erstklässler optimal zu sehen

Bissendorf (awi). Optimal zu erkennen im Straßenverkehr sind jetzt alle 83 Bissendorfer Erstklässler, wenn sie denn die gelben Warnwesten anziehen, die ihnen die ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ spendiert hat. Lehrerin Ute Bänsch stattete fotowirksam zunächst einmal die Klasse 1c mit den leuchtend gelben Kapuzenwesten aus, auf denen groß Verkehrsdetektiv zu lesen ist. Mit mahnenden Worten wies Ute Bänsch ihre Schüler darauf hin, dass sie die Westen auf dem Schulweg auch regelmäßig tragen müssen. Im Tornister nützen sie gar nichts. Alle 27 Minuten wird auf Deutschlands Straßen ein Kind von einem Auto erfasst – oft deshalb, weil es nicht oder zu spät gesehen wurde. Das möchten die „Gelben Engel“ ändern und sicherstellen, dass vor allem in der dunklen Jahreszeit Kinder so rechtzeitig gesehen werden, dass es erst gar nicht zu einem Unfall kommt. Aus diesem Grund hat sich vor zwei Jahren die Stiftung des ADAC mit der BILD-Hilfsaktion „Ein Herz für Kinder" und der Deutschen Post AG zu einer ambitionierten Gemeinschaftsaktion entschlossen. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit werden alle knapp 750.000 Schulanfänger in Deutschland mit einer eigens zu diesem Zweck entwickelten, neutralen und werbefreien Sicherheitsweste ausgestattet. Ein dunklel gekleidetes Kind kann bei Dämmerung im Abblendlicht erst in 25 Metern Entfernung erkannt werden. Ist das Kind hell gekleidet, erhöht sich die Distanz auf 40 Meter. Trägt das Kind dagegen eine reflektierende Sicherheitsweste, ist es bereits aus 150 Metern zu erkennen. Aber auch eine entwicklungsbedingte Fehleinscätzung von Kindern im Schulanfangsalter macht die Sicherheitswesten so wichtig. Im Alter von sechs Jahren sind Kinder, die ein fahrendes Auto sehen, überzeugt davon, dass auch sie von dem Autofahrer gesehen werden. Die Einsicht, dass es einen großen Unterschied zwischen Sehen und Gesehenwerden gibt, ist erst im achten Lebensjahr voll ausgebildet. Bis dahin sind die Kinder zwingend darauf angewiesen, dass sie im Straßenverkehr möglichst früh erkannt werden. Die Bissendorfer Erstklässler sind dafür jetzt optimal ausgestattet.