Adventsfrühstück für Migrantenfamilien

Ralf Würtz freut sich über die Dankesbriefe der beiden Migrantenfamilien aus dem Sudan und Libanon. Foto: B. Stache

Resser Bürger helfen mit Deutschunterricht und bei Behördengängen

Resse (st). Als Mitte August zwei Familien aus dem Sudan und dem Libanon von Braunschweig in die Gemeinde Wedemark kamen, wurden sie zur Unterbringung Resse zugewiesen. Seitdem kümmert sich Ralf Würtz mit weiteren Resser Bürgerinnen und Bürgern um das sudanesische Ehepaar mit seinen sieben Kindern im Alter von 16 bis 37 Jahren sowie die beiden Libanesen und ihre zwölf und 16 Jahre alten Kinder. „Beide Familien haben sehr gute Unterkünfte und fühlen sich wohl dort“, erklärte Würtz, der den Migranten unter anderem bei Arztbesuchen und Behördengängen selbstlos hilft. Eine weitere große Hilfe wird den beiden Familien auch durch Ursula Haß, Antje Kaufmann, Siegrid Kühl und Peter Bossow zuteil, die zweimal in der Woche im Moorinformationszentrum (MOORiZ) Deutschunterricht erteilen – offensichtlich mit gutem Erfolg. Ein sudanesisches Mädchen und zwei Jungs aus dem Libanon, die Anfang September zur Hauptschule nach Mellendorf kamen, wechselten schon im Oktober in die Realschule. Dank der Hilfsbereitschaft vieler Resser erhielt jedes Familienmitglied ein Fahrrad sowie Herbst- und Winterbekleidung. „Ich war mit allen schon zwei Mal im Gottesdienst in der Resser Kirche – sie waren sehr interessiert“, berichtete Ralf Würtz. Die Migranten sind auch zum „Lebendigen Advendskalender“ in Resse gegangen. Einmal in der Woche nehmen fünf weibliche Familienmitglieder an der rhythmischen Gymnastik beim SV Resse teil und ein Junge spielt mit Spielerpass für eine Fußballmannschaft. „Dies alles ist vom SV Resse kostenfrei organisiert worden“, lobte Würtz. „Die Migranten sind von vielen Resser Bürgern gut aufgenommen worden. In den vergangenen Adventstagen wurden gemeinsam Kuchen und Kekse gebacken, Adventskränze gebunden und Weihnachtsdekoration gebastelt“, freute er sich am Dienstagvormittag im MOORiZ. Dort hatten fleißige Helfer einen großen Frühstückstisch für die Migrantenfamilien aufgebaut. „Zum Abschluss des Sprachunterrichts, der nach den Weihnachtsferien fortgesetzt wird, frühstücken wir heute alle zusammen“, so Ralf Würtz. Über zwei Dankesbriefe der beiden betreuten Familien hat er sich ganz besonders gefreut – sie waren in Deutsch geschrieben!