Aktion „FIT?! ... für den Straßenverkehr“

Kontaktbeamter Andreas Kremrich lässt drei Schülerinnen Erfahrungen bei einer Übung mit der Rauschbrille sammeln. Foto: B. Stache

Polizei und AOK treten gemeinsam im Gymnasium Mellendorf auf

Mellendorf (st). Was zunächst spaßig aussieht, hat schließlich einen ernsthaften Hintergrund: Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums Mellendorf durchlaufen schwankend einen Parcour und tragen dabei „Taucherbrillen“. Diese Szene war Teil der Aktion „FIT?! ... für den Straßenverkehr“, die von der Polizeiinspektion (PI) Burgdorf und der AOK Region Weser-Leine-Aue am Mittwoch für Schüler des Mellendorfer Gymnasiums durchgeführt wurde. Fünf Klassen des 10. Jahrgangs, Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren, nahmen an dem Programm teil. Unter dem Thema „Drogen- und Alkoholprävention“ erfuhren die Gymnasiasten in einem theoretischen Teil alles über die Gefahren des Alkohols und die rechtlichen Konsequenzen beim Führen von Fahrzeugen unter Alkoholeinfluss. „Es wurden auch Auszüge aus dem Jugendschutzgesetz erläutert“, erklärte Polizeikommissar Torsten Witt von der PI Burgdorf. An einer weiteren Station ließ der Kontaktbeamte Andreas Kremrich vom Polizeikommissariat Mellendorf die Schüler einen Rauschzustand nachempfinden – mithilfe einer sogenannten Rauschbrille, die einer handelsüblichen Taucherbrille ähnelt. Die Rauschbrille ist eine Spezialanfertigung und dient der Simulation von relativer oder absoluter Fahruntüchtigkeit unter Alkoholeinfluss. „Hierbei lernen die Schüler in nüchternem Zustand, was Alkohol bewirkt“, erklärte der Polizist. So fiel es den Teilnehmern bei Übungen mit der Rauschbrille ausgesprochen schwer, einen Parcour sicher und ohne zu schwanken zu durchlaufen oder Geldstücke problemlos vom Boden aufzuheben. Die AOK war mit einem großen Bus vorgefahren, in dem Carsten Reuter und Max Gohmert die Schüler zu einem Sehtest sowie einem Reaktionstest einluden. Die Aktion „FIT?! ... für den Straßenverkehr“ fand von der ersten bis zur sechsten Stunde im Campus Wedemark statt und wurde von der Mobilitätsbeauftragten des Gymnasiums Mellendorf, Claudia Struckmeyer, begleitet.