Aktiv beim Entkusseln geholfen

Zu zweit fällten die Schüler kleinere Bäume mit der gut geschärften Säge. (Foto: Foto: Gymnasium Mellendorf)
 
Das Holz wurde auf den Dämmen weitertransportiert und aufgestapelt. (Foto: Foto: Gymnasium Mellendorf)

Mooraktionswoche des Gymnasium Mellendorf

Resse (r/awi). Das Gymnasium Mellendorf veranstaltete mit dem Hegering Wedemar und dem NABU Wedemark eine gemeinsame Mooraktionswoche. Von der fünften Klasse bis zur Oberstufe waren alle Jahrgänge vertreten. Die teilnehmenden Klassen wurden auf die beiden anerkannten Naturschutzverbände gleichmäßig verteilt. Insgesamt beteiligten sich zehn Klassen mit je ein bis zwei Lehrkräften als Betreuung an dieser praktischen Arbeit für den Natur- und Artenschutz. Der NABU arbeitet emit den Schülern auf dem von ihm betreuten Moorerlebnispfad und der Hegering mit den Klassen im von Ihm betreuten
Schwarzen Moor bei Resse.
Das Schwarze Moor bei Resse hat eine Gesamtgröße von 140 Hektar, von denen 20 Hektar
besonders wertvoll sind. Biotopkartierungen, eine Aufnahme der vorkommenden Arten, mit einer Kartendarstellung weisen diese Flächen aus. Die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover hat mit dem Hegering eine dieser besonders wertvollen Flächen Vorbereitung auf diese Veranstaltung markiert.
Auf dieser Fläche wachsen hochmoortypische Pflanzen wie Torfmoos, Moosbeere,
Rauschbeere, Wollgras, Sonnentau, Glockenheide und Rosmarienheide. Das teilwei-
se vorkommende Pfeifengras zeigt einen zu trockenen Standort an, was sich zukünf-
tig vermutlich ändern wird. Die Bäume werden entnommen, weil sie die aufgelisteten
lichtbedürftigen Pflanzen beschatten, Wasser entziehen und die nährstoffarmen
Hochmoore durch Laub- und Nadelabwurf mit Nährstoff anreichern. Es handelt sich
um eine sogenannte Entkusselung. Nach langjährigen Planungen ist zum Ende des Jahres 2021 die Renaturierung des Schwarzen Moores bei Resse durch Grabenverschließungen, Kammerungen und Staustufen abgeschlossen. Der Erfolg ist auf der Fläche bereits gut sichtbar, weil etwas höhere Gummistiefel aufgrund des vorherrschenden Wasserstandes die erste Wahl sind.
Der Hegering hatte im Vorfeld die dickeren Kiefern und Birken gefällt, damit bei der
Vielzahl der Anwesenden niemand beim Fällvorgang verletzt werden konnte. Die klein ge-schnittenen Äste und Stämme wurden von den Klassen von der Fläche getragen und beid-
seitig auf Wällen, die bis Mitte der 50er Jahre für den Abtransport des im bäuerlichen
Handtorfstich gewonnene Torfes genutzt wurden, abgelegt. Bäume mit einem Durch-
messer bis Bierdeckelgröße durften unter Aufsicht von den Schülern unter Ein-
haltung der Unfallverhütungsvorschriften gefällt werden, was natürlich große Begeisterung hervorrief. Mitzubringen war nur eine Säge. Gutes Werkzeug im
scharfen Zustand mit nicht rostendem Sägeblatt bereitet deutlich mehr Freude beim
Bedienen, weil der Kraftaufwand geringer und der Arbeitsfortschritt deutlich höher
ist, stellten die Schüler fest.  Diese Veranstaltung hat für alle Beteiligten ma wieder einen sicheren Spaßfaktor garantiert. Die Schulklassen waren ausnahmslos gut vorbereitet, hoch motiviert und fleißig. Auch war diese Veranstaltung eine der wenigen gemeinsamen, weil Corona diese in der Vergangenheit unterbunden hat. Die Beteiligten waren zum überwiegenden Teil durchgeimpft und frisch getestet. Insofern war alles coronakonform, versicherte Folke Hein, der für den Hegering Wedemark die Oberaufsicht über die Aktion hatte.