Aktive stehen hinter Markus Kablitz

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss (von links) mit dem alten und neuen Ortsbrand-meister Markus Kablitz, seinem neuen Stellvertreter Florian Heine, den für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichneten Rolf Seifert und Henner Kissing sowie Bürgermeister Helge Zychlinski (vordere Reihe), dem bisherigen Stellvertreter Heiko Henn (hintere Reihe) und den Beförderten Markus Koch, Marvin Niedzella, Jonathan Heinrichs und Daniel Wigger. Foto: A. Wiese

Ortsbrandmeister ebenso einstimmig gewählt wie Stellvertreter Florian Heine

Wennebostel (awi). Traditionell eröffnete die Freiwillige Feuerwehr Wennebostel den Reigen der Hauptversammlungen im neuen Jahr und setzte gleich Maßstäbe: Mit einem einstimmigen Votum bei der Wiederwahl von Ortsbrandmeister Markus Kablitz und der Neuwahl seines Stellvertreters Florian Heine. Der bisherige Amtsinhaber Heiko Henn hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen müssen, versicherte den Kameraden aber, sich feuerwehrmäßig keineswegs abmelden zu wollen, sondern so wie es seine Gesundheit zulasse, für sie da zu sein. Florian Heine füllte die entstandene Lücke, bedankte sich für das Vertrauen und versprach sich nach Kräften für die Feuerwehr einzusetzen.
Dass die Kräfte in der kleinen, aber schon durch ihre Logistik-Sonderaufgabe sehr geforderten Feuerwehr Wennebostel ziemlich in Anspruch genommen werden, machte der Bericht von Ortsbrandmeister Markus Kablitz deutlich: Zwar wurde die dem Flächenbrand bei Schadehop geschuldete Rekordzahl von 39 Einsätzen aus dem Vorjahr nicht wieder erreicht, aber auch 34 Einsätze sind für eine Wehr der Größenordnung Wennebostels mit 26 verfügbaren Aktiven eine Hausnummer. Davon waren 16 Brandeinsätze, vier technische Hilfeleistungen, vier Logistik-Einsätze, neun Objektalarme und ein Ortsbrandmeisteralarm. Rechnerisch leistete die Feuerwehr Wennebostel 2.949 Stunden, davon 311 im Einsatz und war statis-tisch gesehen alle zehn Tage im Einsatz. Bei vier Einsätzen leistete sie mit dem Logistikkonzept in der gesamten Wedemark einen hohen Beitrag zur Gefahrenabwehr. Die Kameraden nahmen neben der allgemeinen Ausbildung an zahlreichen Weiterbildungs- und Übungsdiensten auf Landes-, Regions- und Gemeindeebene teil und schulten im Juni selbst 50 Kameraden der Wedemärker Feuerwehren in Wasserförderung auf langer Wegstrecke, präsentierten anderen Feuerwehren das Logis-tikkonzept und bildeten sich in
Erster Hilfe fort. Auch die jährliche Brandschutzerziehung mit der Sennheiser-KiTa Ohrwürmchen fand im Juni statt. Für die Dorfgemeinschaft richtete die Feuerwehr das Osterfeuer aus, sammelte Tannenbäume ein, unterstützte beim Müllsammeln, beim Laternenumzug beim Kartoffelfest und beim Volkstrauertag.
Das Ehrenzeichen des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes für 60 Jahre Mitgliedschaft erhielt Kamerad Rolf Seifert. Das Niedersächsische Feuerwehrehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst überreichte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Chris-toph Boss Henner Kissing. Befördert wurden der frisch gewählte stellvertretende Ortsbrandmeister Florian Heine und Daniel Wigger zum Oberfeuerwehrmann sowie die Anwärter Jonathan Heinrichs, Marvin Niedzella und Markus Koch zu Feuerwehrmännern.
Bei der detaillierten Schilderung der Einsätze, von denen der größte der Dachstuhlbrand eines Einfamilienhauses in Elze gewesen war, erfuhren die Zuhörer auch von einem Einsatz am Heiligen Abend 2019: Während Pastor Thorsten Buck um 22.30 Uhr die Christvesper in der Kirche hielt, wunderte er sich über Blaulicht rund um die Kirche. Jemand hatte „Feuerschein im Pfarrhaus gemeldet“. Was sich als – gut gesicherte – Kerze auf dem Balkon entpuppte, sorgte aber doch dafür, dass der
Pastor versprach, im Frühjahr die Wennebosteler Feuerwehrkameraden nach einem Übungsdienst mit Bratwürstchen und Getränken zu entschädigen. Dann wird wohl auch schon Wennebostels erste Feuerwehrfrau dabei sein: Mareen Lange aus Hellendorf schließt damit die letzte Lücke. Nach aktuellem Wissensstand von Presse und stellvertretendem Gemeindebrandmeister Christoph Boss gibt es jetzt keine Wedemärker Feuerwehr mehr ohne Feuerwehrfrau.
Bürgermeister Helge Zychlins-ki berichtete von dem großen In-vestitionsprogramm, das die Gemeinde für die Feuerwehr aufgelegt hat, Ortsbürgermeister Achim von Einem bedankte sich auch für die Feuerwehraktivitäten über die Einsätze hinaus, ohne die Wennebostel ärmer an Lebensqualität wäre, Pastor Thorsten Buck hofft, der Feuerwehr im Einsatz möglichst wenig zu begegnen, sicherte aber im Bedarfsfall uneingeschränkte Unterstützung zu und Christoph Boss berichtete von technischen Neuerungen wie Digitalfunk.