Aktuelles Theaterstück

Gekommen um Sterne zu vergeben: Elena Hulm als Kontrolleurin (von Links) setzt sich mit den Betreibern der Pension auseinander: Daniela Minke als versponnene Indie, Michael Strobach spielt den putzwütigen Ingolf, Gisela Grimmelt ist das tüddelige Tantchen , Astrid Hölscher die Empfangsdame Pretty Wummen und Peter Schmitz spielt den cholerischen Koch Horst. Foto: E. Rodenbostel

Viele lustige Situationen sorgen für Lacher bei Laienspielgruppe Lampenfieber

Lindwedel (er). Bereits im 19. Jahr spielt die Laienspielgruppe „Lampenfieber“ in Lindwedel ihre Theaterstücke. In diesem Jahr mit Unterstützung von Kopfhörern und Mikrofonen aus der Schule und den bewährten Technikern Nina Henning und Björn Böhnke, der zu der Aufführung sogar aus Frankfurt angereist kam.
Die Schauspieler, erfreulicherweise wieder mit Gisela Grimmelt als tüddeligem Tantchen Schröder, haben sich ein turbulentes Stück ausgesucht, das den Zuschauern besonders gefallen hat. „Ihr wart schon immer gut, aber in diesem Jahr, habt ihr den Vogel abgeschossen!“, so ein begeisterter Besucher. Dazu hat nicht nur die Handlung, sondern auch die Garderobe der Spieler beigetragen. Besondere schauspielerische Leistung brauchte eine Leiche, die hervorragend von Elke Kitzelmann gespielt wurde. Schockgefrostet ging es auf der Sackkarre durch die Anmeldung um später als Lampenschirmständer in Stellung gebracht zu werden. Nicht ganz unbeteiligt war sie am unvorhersehbaren Ende und trug damit auch zur gewünschten Einstufung in die fünf Sterne vom Hotelverband bei.
Schöne Lebensweisheiten gibt es in einem Theaterstück obendrauf: „Man soll einen Raum nicht auf die Größe reduzieren, wichtig ist, wie er mit Leben gefüllt wird!“, war einer davon. Die Charaktere wurden mitreißend gespielt und die Sprüche passten ganz wunderbar. Geburtstagskind Daniela Minke stellte die „versponnene Indi“ lebensecht dar und man glaubte ihr jedes Wort als sie mitfühlend und voller Achtung vor der vielen Arbeit, das große Spinnennetz nicht entfernen konnte. Der Koch Horst nahm die Bemessung des Speisesaals in Rettichlängen vor, hingegen hatte der „putzwütige Ingolf“ die Idee, die Maße in „Verschlußkappenreichweite“ des Spülmittels zu berechnen. Die Aufsicht wurde als „begutachtende Klemmbretttussi“ abgekanzelt und ein breites Grinsen ging schließlich über das Gesicht des Gastes der feststellte: „Meine Frau ist tot!“
Die bewährten Schauspiele wie Gisela Grimmelt, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern wird, überspielt kleine Pannen auch schon einmal aus dem Stehgreif. Das trauen sich nicht viele, aber dazu wird ab Oktober angefangen im Sportheim zu üben. Der Aufruf der Moderatorin Angela Schleufe war deutlich: „Wir brauchen neue Mitspieler. Vor allem Männer hätten wir gern in unseren Reihen.“ Vielleicht fühlt sich der ein oder andere neue Mitspieler angesprochen, um bei diesen lustigen Proben und Aufführungen dabei zu sein.
Ein gelungener Theaternachmittag ging zu Ende. Traditionell wird an zwei Wochenenden, jeweils Samstag und Sonntag gespielt, immer mit einer kleinen Pause für Kuchen oder Getränke. Karten für die lohnenswerte Aufführung sind vielleicht noch für den 8. Februar zu bekommen und können telefonisch unter den Nummern 05073-1596 oder 0172-6037364 reserviert werden.