Angehende Gruppenleiter in Oldau

Die Gruppe, bestehend aus den Leitern und Jugendlichen hatten sehr viel Spaß im Anne-Frank Haus in Oldau. Foto: V. Lubbe

Die Jugendlichen wurden in Praxis und Theorie unterwiesen

Wedemark (vl). Startschuss: Am 25. Februar begann offiziell die Gruppenleiter-Ausbildung vom Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen im Anne-Frank Haus in Oldau. Die 55 Jugendlichen, die als Ziel die Jugendleiterkarte anstreben, zeigten sich sehr motiviert. Auch wenn man sich teilweise nicht kannte, stand das der Arbeit nicht im Wege. Geleitet wurde das Seminar von Anna Thumser, Dorothee Lüdeke und Werner Bürgel. Außerdem halfen weitere Teamer von der evangelischen Jugend aus. „Wie man zu dem wird, was man ist” war ein wichtiger Punkt an diesem Wochenende. Ab welchem Alter sollte eine Gruppe geleitet werden und welches Angebot ist für die Kinder überhaupt akzeptabel? Wie vermeidet man Konkurrenz? Die in Kleingruppen eingeteilten Jugendlichen beschäftigten sich mit diesen Themen und zeigten, dass sie die Thematik der Materialien verstanden hatten. Wie man ein Spiel anleitet, konnten die angehenden Gruppenleiter hautnah erleben. Einen Tag hatten sie Zeit, um sich ein Spiel auszudenken, welches sie dann allen präsentieren mussten. Hierbei zeigten sich die Vorstellenden aber souverän und konnten klar machen, dass sie schon viel Erfahrung hatten. Zu guter Letzt zeigte Anna Thumser die verschiedenen Leitungsstile, die man beim Leiten von Gruppen zur Auswahl hat, auf. Ist man eher ein autoritärer, ein Laissez-Faire oder ein demokratischer Leiter. Gibt man der Gruppe vor, was sie tun sollen, lehnt man sich zurück und lässt die Gruppe machen oder bezieht man die Gruppe in Abstimmungsprozessen mit ein? Durch kurze Rollenspiele konnte jeder Jugendliche seinen Stil ausprobieren und die Schwächen und Stärken erkennen. Das Wochenende hat der ganzen Gruppe sehr viel Spaß gemacht und Dorothee Lüdeke freute sich über eine sehr motivierte Gemeinschaft. Später kann die Jugendleiterkarte für Arbeit in Konfirmandengruppen, auf Freizeiten und soziales Engagement eingesetzt werden. Ende Juli werden die Jugendlichen ihre Pflicht- und Wahlkurse absolviert haben, damit sie die Karte beantragen können.