Angeregte Gespräche beim dritten BIT

Exkursion an die Leibniz-Universität eröffnete Gymnasiasten neue Horizonte

Wedemark (awi). Tolle Erfahrung für 160 Elftklässler des Gymnasiums Mellendorf: Beim dritten Berufsinformationstag (BIT) des Gymnasiums, organisiert wiederum vom Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums (FFGM), hatten sie die Chance, ihre beruflichen Interessensgebiete auszuloten und in die entsprechenden Referentengruppen zu gehen. Veranstaltungsort war zum zweiten Mal die Leibniz-Uni, allein diese Umgebung war für viele ein inspirierender Ort, der sogar ein wenig ehrfürchtig machte.
Dabei waren alle Schüler und Schülerinnen des Jahrgang 11, die verantwortlichen Lehrer, verschiedene Referenten, Schulleiterin Swantje Klapper und Dr. Andreas Kinzel. Frau Klapper begrüßte die Schüler und wies sie auf die Besonderheiten dieses BIT hin: Dass der FFGM und Eltern, inbesondere aber Karen Drews und Jutta Holtmann, diesen nur für sie organisiert hätten. Es sei zwar eine Schulveranstaltung, die aber vollkommen eigenständig von den Organisatorinnen vorbereitet werde. Die Referenten seien Menschen, die einen Bezug zum Gymnasium hätten, als Ehemalige, Eltern, Wedemärker oder über persönliche Beziehungen der Organisatorinnen. Die Veranstaltung wurde durch die Wahl des Ortes und den Ablauf in Form eines Seminares aus dem Schulalltag herausgehoben. Viele ehrenamtliche Helfer engagierten sich für die Durchführung bei Vorbereitung und am Tag bei der Bewirtung. Die Schule schätze sich glücklich, betonte Klapper, dass es den BIT gebe. Regio Bus hatte die Schüler mit drei Bussen nach Garbsen gebracht, die Rückfahrt mussten sie allein organisieren. Die meisten Schüler haben die Gelegenheit wahrgenommen, bei Ralf Mahler, dem Leiter der Studienberatung der Leibniz-Universtität allgemeine Informationen über das Studium zu bekommen. Die Industrie- und Handelskammer war vertreten durch Torsten Temmeyer, der über Ausbildung insbesondere unter dem Aspekt einer internationalen Ausrichtung informierte. Die Handwerkskammer war vertreten durch Nadine Grün, die über Ausbildung unter dem Aspekt des Dualen Studiums informierte. Beide Informationsangebote waren sehr gut besucht und es gab qualifizierte Rückfragen der Schüler. Helfer haben alles vorbereitet, kalte und warme Getränke, Brötchen von Carsten Dettmers, Obst und Rohkost zur Stärkung und Erfrischung.
Ab 11 Uhr trafen sich die Gruppen nach Berufsfeldern wie von den Schülern gewählt mit den jeweiligen Referenten in zehn verschiedenen Räumen. Größte Gruppe mit 23 Schülern und drei Referenten war das Berufsfeld Geschichte, Medien, Politik. Kleinste Gruppe mit acht Interessenten und nur einer Gruppe und zwei Referenten waren die Architekten.Ab 12.15 Uhr erwarten die Referenten in der zweiten Runde die Schülergemäß dem zweiten gewählten Berufsfeld. Ab 13 Uhr trafen sich Interessierte in der Spine, dem zentralen Gebäude des PZH, zum Ausklang bei netten, auch vertiefenden Gesprächen zwischen Referenten und Schülern. Auch die Gespräche der Lehrer mit Referenten und diesen untereinander waren als ausgesprochen angeregt zu bezeichnen. Für Interessierte wurde abschließend eine Führung durch die Werkstatträume der Materialprüfanstalt geboten. Diese Möglichkeit wurde von etwa 15 Personen angenommen. Fazit der Veranstaltung durch die Organisatorinnen und Rückmeldungen: Die meisten Schüler äußerten sich dankbar und sehr positiv: Allgemein sei die Veranstaltung sehr informativ gewesen, sie hätten Neues erfahren, neue Perspektiven hätten sich ergeben, die zum Nachdenken anregten. Die Begeis-terung für ein Thema beziehungsweise Fach sei ganz wichtig als Grundmotivation, damit man schwierige oder auch nur „langweilige Phasen ertragen“ könne. In manchen Gruppen wurde viel nachgefragt, in manchen weniger, manchmal bei den gleichen Referenten in der ersten Gruppe viel und in der zweiten wenig oder umgekehrt.
Das Bewusstsein, dass Ausbildung auch etwas kosten kann, erschien nicht ausgeprägt. Die Schüler waren beeindruckt, dass einzelne Referenten große finanzielle Investitionen und/oder persönlichen Verzicht auf sich genommen haben, um das Berufsziel zu erreichen, von dem sie überzeugt waren. Trotz der vielen Berichte in Tageszeitungen und Informationsbroschüren scheint das Bewußtsein bei jungen Leuten für die Notwendigkeit, Fremdsprachen zu erlernen und über die eigenen Landesgrenzen hinauszuschauen noch der Stärkung zu bedürfen. Eine junge Referentin hat in diesem Zusammenhang sehr deutlich gemacht, dass es für sie wichtig war und bleibt, herauszufinden, was und wie die Situation zum Beispiel in der Filmszene außerhalb von Deutschland ist. Das geht aber nur mit den entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen.
Die Organisatorinnen und Referenten waren beeindruckt von den Helfern, die Anmeldung, Registrierung, Bewirtung mit allem was dazugehört professionell durchgeführt haben, aber es waren Eltern. Die Rückmeldungen waren naturgemäß sehr unterschiedlich, doch generell sei die Veranstaltung ein Erfolg gewesen. Die Referenten hätten sich in überwältigender Weise anerkennend zu Konzept und Durchführung geäußert, wenngleich dieser oder jener sich für sein Fachgebiet mehr Rückfragen gewünscht hätte. Die Schüler haben sich weit überwiegend sehr postitiv geäußert. Die Organisatorinnen denken, dass das Ziel dieser Veranstaltung erreicht ist, wenn die Schüler Anregungen erhalten haben und wenn sie sich auf ihrem weiteren Weg zur Berufswahl und -findung immer mal wieder an Äußerungen erinnern, die sie vom 3. BIT mitgenommen haben.