Anonymer Finder will Hund nicht hergeben

Familie Strecker vermisst seit 22. August ihre Anka. Jetzt hat sie einen ano-nymen Brief bekommen: Jemand hat Anka gefunden, will sie aber ganz offensichtlich nicht wieder hergeben. Wer weiß, wo Anka ist?

Familie Strecker aus Helstorf ist fassungslos und überlegt, die Polizei einzuschalten

Helstorf (awi). Das ist der sprichwörtliche „dicke Hund“: Seit dem 22. August ist die acht Jahre alte Langhaardackelhündin Anka verschwunden. Sie kam von einem Spaziergang nicht nach Hause, berichtet Familie Strecker aus Helstorf. Sie sucht die Hündin überall – ohne Erfolg. Die gesamte Familie, Mutter, Vater und drei Kinder im Alter von sechs, elf und 13 Jahren, sind untröstlich. Sie haben Anka von klein auf und das untrügliche Gefühl, dass die anhängliche Langhaardackeldame noch lebt, befürchten, dass sie vielleicht Tierfängern ins Netz gegangen ist. „Am Tag vor Heiligabend kam mein Schwiegervater zu uns rüber und gab uns einen anonymen Brief, der an ihn adressiert war. Er hatte ihn natürlich geöffnet, da sein Name drauf stand, und war entsetzt über den Inhalt. Unsere Anka lebt! Eine Familie hat sie gefunden und aufgenommen. Doch sie werden uns Anka nicht wiedergeben, da sie der Meinung sind, dass nach den vier Monaten eine Rückführung nicht angebracht ist.“ Wörtlich heißt es in dem anonymen Brief: „Es tut uns leid, wenn Sie Schmerz empfunden haben, aber wir bitten Sie, unsere Entscheidung im Sinne des Tieres zu akzeptieren. Anka hat sich in ihrer neuen Situation gut zurecht gefunden, und wir denken, dass eine jetzige Rückführung zu Ihnen einen größere Belastung bedeuten würde.“ Weitere Passagen in dem Brief machen deutlich, dass sich die anonymen Finder ganz genau über Ankas Familie informiert haben. Familie Strecker appelliert jetzt auf diesem Wege an die Vernunft des anonymen Briefschreibers: „Der zweite Gedanke, der uns nach dem Lesen des Briefes kam, war eine Anzeige bei der Polizei zu machen. Vom Prinzip lehnen wir das ab! Doch wenn man uns keine andere Wahl lässt, werden wir diesen Schritt gehen, zumal in dem Brief auch viele Informationen sind, die das Suchen über die Polizei erleichtern“, so Familie Strecker, die inständig hofft, dass sich entweder der Briefschreiber oder jemand, der weiß, wo die Hündin jetzt ist, bei ihr meldet: „Anka muss uns nicht persönlich übergeben werden, aber da die Leute ja unsere Adresse haben könnte, man sie uns zum Beispiel in den Hof setzen.“ Telefonisch ist Familie Strecker unter (0 50 72) 78 40 97 erreichbar.