Anträge dominieren Ortsratssitzung

Bei der Resser Ortsratssitzung mit Henning Schwentker (v. l.), Torsten Thiele, Christian Rudatus (Verwaltung), Jörg Woldenga, Jochen Pardey, Marion-Isabell Lenz und Kai Tschentscher bewiesen die Ortsratsmitglieder große Einigkeit bei Anträgen an die Verwaltung. Foto: B. Stache

Resser Ortsratsmitglieder setzen auf gemeinsames Vorgehen

Resse (st). Das Protokoll der Resser Ortsratssitzung von Montagabend liest sich streckenweise wie ein verspäteter Wunschzettel zu Weihnachten. Doch dahinter stehen handfeste, berechtigte Forderungen der Bürgervertreter von SPD und CDU, die sich für ihre Ortschaft einsetzen – an diesem Abend im Moorinformationszentrum auch mit gleichlautenden oder gemeinsam formulierten Anträgen, parteiübergreifend und ohne Profilierungsabsichten. Dies wurde schon beim Tagesordnungspunkt (TOP) sechs, Erlass einer Haushaltssatzung und eines Haushaltsplanes, deutlich. Die SPD-Fraktion stellte zunächst einen zehn Positionen umfassenden Antrag zu folgenden Themen: Erstellung eines Realisierungskonzeptes zur energetischen Sanierung der Sporthalle Resse, Umgestaltung des Ortsmittelpunktes, Errichtung eines Fuß-Radweges an der L380 Richtung Negenborn sowie eines Radweges an der Kreisstraße 102 Richtung Wiechendorf, Schaffung von Parkplätzen am Friedhof, Bau einer Ampelanlage an der L380/Hägewiesen/Altes Dorf, Errichtung eines Wertstoffcontainerplatzes und einer Bushaltestelle am Frischmarkt. Auch die Übernahme angebotener Grundstücke vom Realverband sowie die Sanierung der Osterbergstraße, Tävenriethe, Malven- Astern- und Wiesenstraße wurden beantragt. Die von der CDU-Fraktion zum Haushalt vorgetragenen sieben Anträge waren teilweise deckungsgleich, hinzu kamen die Punkte Errichtung von Straßenlaternen vom Sportplatz des SV Resse bis zu den Wochenendhäusern Ecke Vorwerk, Sanierung der Königsberger Straße und die Bereitstellung von 15.000 Euro für die Pflasterung der Clubhaus Zuwegung des SV Resse. Ortsbürgermeister Jörg Woldenga stellte die Anträge zur Abstimmung und registrierte Einstimmigkeit. Der anschließende Tagesordnungspunkt, Verteilung der Ortsratsmittel, wurde ebenso einstimmig angenommen wie die Änderung des Bebauungsplans „Osterberg“ auf Erhöhung der Gebäudegeschosszahl von eins auf zwei. Unter TOP 9, Anträge, forderten beide Ortsratsfraktionen die Verwaltung unter anderem auf, für eine Verbesserung der Busanbindung von Resse nach Bissendorf und Mellendorf zu sorgen, insbesondere für die Schülerbeförderung. Die SPD-Sprecherin Marion-Isabell Lenz beantragte auch noch die umgehende Sanierung der Sanitärräume in der Turnhalle Resse, da es bereits zu Schimmelbildung gekommen sei, und Torsten Thiele trug für die CDU-Fraktion einen Forderungskatalog an die Gemeinde zur behindertengerechten Absenkung von Gehwegen an verschiedenen Straßenübergängen im Ort vor. Noch vor Beginn der zweiten öffentlichen Ortsratssitzung hatten sich von den 13 anwesenden Einwohnerinnen und Einwohnern einzelne zu Wort gemeldet, unter anderem mit einer Nachfrage zur Ausbesserung des Seitenstreifens der Asternstraße, der Entwicklung der Osterbergsiedlung und Ausbau des Drosselstiegs sowie zu Schlaglöchern auf der Königsberger Straße. Der Ortsbürgermeister trug beim letzen Tagesordnungspunkt „Anfragen“ noch eine eigene Forderung vor: Die Verwaltung möge – aus aktuellem Anlass – den Vereinen schreiben, in den Umkleidekabinen der Resser Sporthalle nicht zu rauchen und auch keinen Alkohol zu trinken. Jörg Woldenga beendete die einstündige Ortsratssitzung gegen 21 Uhr.