Arztpraxis in Resse ist geschlossen

Großer Enthusiasmus bei der Vertragsunterschrift zwischen dem Verein Bürger für Resse und Arzt Vitali Regan (vorne Mitte) mit Ärztin Michaela Wesemann, die inzwischen gekündigt hat, vor gut einem Jahr. Jetzt ist die Praxis in Resse geschlossen, bis Regan einen angestellten Arzt gefunden hat. Fotos: A. Wiese

Vitali Regan ist auf der Suche nach angestelltem Arzt für die Zweitpraxis

Resse (awi). Es hatte sich im Februar so gut angelassen: Der Allgemeinmediziner Vitali Regan mit Hauptpraxis in Schwarmstedt hatte im Ärztehaus des Vereins Bürger für Resse eine Zweitpraxis eröffnet. Federführend sollten die Patienten in Resse von der angestellten Ärztin Michaela Wesemann betreut werden. Doch zum 30. September kündigte Wesemann ihren Vertrag mit Vitali Regan, zeitgleich übernahmen auch die anderen angestellten Ärztinnen aus der Schwarmstedter Praxis andere Herausforderungen an. Regans angestrengte Suche nach einem angestellten Arzt für seine Zweitpraxis in Resse zeigte kurzfristig keinen Erfolg. Er selbst hat Mühe, alleine den Patientenansturm in Schwarmstedt zu bewältigen. Daher hängt an der Resser Praxis seit Montag ein Schreiben: „Bis auf Weiteres geschlossen.“
Das ist bitter für die Resser, von denen viele nach Ende der Vakanz in die allgemeinmedizinische Praxis im Ort zurückgekehrt waren, um damit auch ein Zeichen zu setzen. Das ist aber auch besonders bitter für den Verein Bürger für Resse, der so froh war, mit Vitali Regan endlich einen neuen Arzt für Resse gefunden zu haben, nachdem die Praxis Harder und Maeß aus Bissendorf ihre Zweitpraxis in Resse aufgegeben hatte. Vitali Regan hat jedoch nicht vor, aufzugeben. Er sucht weiter intensiv nach einen angestellten Arzt oder einer Ärztin, plant nicht, den Vertrag mit dem Verein Bürger für Resse zu kündigen. Der hat nach Informationen des ECHO angeboten, die Miete für das Ärztehaus zunächst auszusetzen. Regan muss, solange die Praxis geschlossen ist, lediglich die Nebenkosten von rund 250 Euro im Monat tragen. Das hatte Regan mit dem amtierenden Vorstand des Bürgervereins in einem Gespräch letzte Woche vereinbart. Der Verein ist zurzeit nach dem Wegzug von Renate Kolb ohne erste Vorsitzende. Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Margret Mahler und Peter Stelzig führen die Geschäfte mit Unterstützung von Kassenwartin Gabriele Großkopf und Schriftführer Jochen Pardey. Ein neuer Vorsitzender oder eine Vorsitzende muss bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr gewählt werden. Eine Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung im Ärztehaus lehnte Margret Mahler auf Anfrage des ECHO am Montag zu diesem Zeitpunkt ab. Sie kündigte eine Pressekonferenz für Mittwoch nächster Woche, 18. Dezember, an und zeigte auch kein Verständnis für den Zeitpunkt des Aushangs, den Vitali Regan am Sonntagnachmittag an der Tür des Ärztehauses angebracht hatte. „Das war anders vereinbart. Wir hatten uns darauf verständigt, erst nächste Woche in die Öffentlichkeit zu gehen“, erklärte Mahler im Gespräch mit dem ECHO. Vitali Regan betonte auf Anfrage, es sei ihm sehr wichtig, weiter für seine Patienten in Resse da zu sein, zunächst in der Hauptpraxis in Schwarmstedt, doch so schnell wie möglich wieder mit einem angestellten Arzt oder einer Ärztin in Resse.,