Aufforsten beim CVJM in Abbensen

Förster Henning Tote (links) mit den Baumpaten sowie Wolfram Springer (von rechts), Markus Bertram und Forstwirt Nico Fomiczenko. Foto: B. Stache
 
Wolfram Springer zeigt die kleinen Holzscheiben zur Kennzeichnung der Patenbäume. Foto: B. Stache

Ehrenamtliche und Baumpaten pflanzen 100 Buchen auf dem Campgelände

Abbensen (st). Die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre und der Borkenkäfer haben auch dem Fichten- und Kiefernwald auf dem Gelände des CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) in Abbensen kräftig zugesetzt. Der ehrenamtliche Arbeitskreis des CVJM sowie Schülerinnen und Schüler der berufsbildenden Schulen in Hannover und eine Gruppe polnischer Schülerinnen und Schüler aus Auschwitz hatten in den vergangenen Wochen mit ihren Lehrern mehrere Tage lang mit Motorsägen, Astscheren und Äxten die vertrockneten Bäume gefällt, geschnitten und zersägt. Die Freiwillige Feuerwehr Stöcken war ebenfalls mit dabei. Nach den umfangreichen, notwendigen Baumfällarbeiten entstanden viele Lichtungen, die nun wieder aufgeforstet werden. Ein Mitgliederaufruf des CVJM Hannover e.V., der das Internationale Freizeit- und Begegnungszentrum in Abbensen betreibt, war auf große Resonanz gestoßen. Zirka zwanzig Baumpaten fanden sich in einer ersten Runde, um 100 junge Buchenpflanzen am vergangenen Wochenende zu setzen. Unter ihnen Familie Maus aus Laatzen. „Wir pflanzen heute einen Baum und möchten dazu beitragen, dass der Wald hier im Freizeitzentrum in Abbensen auch weiterhin vielen eine Freude macht“, erklärte Gabriele Maus. Ihre beiden Kinder, die dreijährige Neele und der fünfjährige Noah, hatten Schippe und Schaufel aus der Sandkiste zur Baumpflanzaktion mitgebracht. Wolfram Springer, 2. Vorsitzender des CVJM-Hannover, betonte die Nachhaltigkeit der Aktion: „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es heute, dieses wunderschöne Gelände fit für die Zukunft zu machen. Das Freizeitzentrum soll schrittweise ein klimapositiver Ort werden und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur fördern.“ Die beiden CVJM-Vereinsmitglieder Förster Henning Tote und Forstwirt Nico Fomiczenko hatten die Auswahl der Bäume nach neuesten forstwirtschaftlichen Kriterien getroffen. Statt lediglich Fichten und Kiefern sollen nun auch Douglasien, Buchen und Roteichen die Waldflächen auf dem etwa zehn Hektar großen Gelände bereichern. Mit der Anpflanzung der unterschiedlichen Baumarten soll der Wald als Mischwald mit den sich ändernden Klimabedingungen besser zurechtkommen. „Das ist heute der Startschuss“, erklärte Henning Tote die Buchen-Pflanzaktion. Bis zum Frühjahr 2020 sollen insgesamt 750 neue Bäume im Bereich des CVJM in Abbensen gepflanzt werden. „Das Motto des Internationalen Freizeit- und Begegnungszentrums lautet schließlich: In der Natur gut aufgehoben“, so CVJM-Hausleiter Markus Bertram. „Wir freuen uns deshalb über die neuen Bäume und danken den Baumpaten für ihre tatkräftige Unterstützung zum Erhalt des Waldes, der grünen Lunge unseres Freizeitzentrums.“ Wer ebenfalls eine CVJM-Baum-Patenschaft übernehmen möchte, kann sich mit Markus Bertram in Verbindung setzen: Telefon (0 50 72) 2 35 oder per E-Mail an abbensen@cvjm-hannover.de. Die Patenschaft kostet für Erwachsene 50 Euro, Jugendliche bis zu 25 Jahren bezahlen 25 Euro. Wer Interesse an Fichtenstämmen hat, die auf zirka einen Meter Länge gesägt sind, kann diese als Brennholz gegen eine Spende für den Verein erwerben, gab Markus Bertram bekannt.