Aufhebung der Hauptschule

CDU hat Änderungsantrag für Rat vorbereitet

Wedemark. Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Wedemark stellt mit Blick auf die am Montag im Gemeinderat zur Abstimmung stehende Beschlussvorlage 119/2014 „Aufhebung der Hauptschule" einen Änderungsantrag, hat Fraktionsvorsitzender Rudi Ringe angekündigt. Wie berichtet lehnt die CDU-Fraktion die Aufhebung der Hauptschule zum aktuellen Zeitpunkt ohne weiterführende Untersuchungen ab.
Mit ihrem Änderungsantrag will die CDU-Fraktion erreichen, dass von einem Beschluss des Gemeinderates über einen Antrag an die Niedersächsische Schulbehörde auf Genehmigung zur Aufhebung der Konrad-Adenauer-Schule (KAS) ab dem Schuljahr 2015/16 sowie auf einen Antrag auf Befreiung von der Pflicht, eine Hauptschule zu führen, zum jetzigen Zeitpunkt abgesehen wird.
Die CDU fordert vielmehr eine umfassende Information der Schulen und der interessierten Öffentlichkeit, insbesondere der Erziehungsberechtigten sowie der Schüler, über die Sachlage, über die pädagogischen und sozialen Implikationen und Konsequenzen sowie schulgesetzlich zulässige Alternativen. Die Informationen sollte die Vorgaben des angekündigten neuen Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) nach dessen Inkrafttreten und die sich derzeit abzeichnenden weiteren pädagogischen Herausforderungen für die hiesigen Schulen mit berücksichtigen.
Der Änderungsantrag der CDU sieht weiterhin vor, eine Diskussion (ohne Zeitdruck) in den Schulen und in der interessierten Öffentlichkeit über die Sachlage, die Implikationen und die Konsequenzen einer eventuellen ersatzlosen Aufhebung der KAS sowie über die Alternativen dazu zu führen. Eltern- und Schülervertretungen, Schulvorstände und Schulleitungen aller Schulen in der Gemeinde Wedemark sollten formell beteiligt werden und die Interessen, Vorstellungen und Wünsche der Erziehungsberechtigten mit Kindern ab Grundschule oder sogar KiTa zur Entwicklung der Schullandschaft in der Gemeinde durch Befragung ermittelt werden.
Die Begründung für diesen Änderungsantrag der CDU-Fraktion zur Beschlussvorlage 119/2014 ergibt sich im Umkehrschluss aus den beantragten Aufträgen an die Verwaltung. Die CDU-Fraktion hält das Beantragte im Interesse aller direkt oder indirekt Betroffenen für dringend erforderlich. Sie vertritt die Auffassung, dass Entscheidungen von derartiger Tragweite möglichst solide abgesichert sein und möglichst konsensual getragen werden sollten. Mit Blick auf die Vorlage 119/2014 fehlen aus Sicht der Fraktion dafür derzeit die Voraussetzungen.