Aufregung bei Eltern von Elzer Viertklässlern

Rektor Walter Zychlinski ist erleichtert über die positive Wendung der Dinge. „Mir fällt ein Stein vom Herzen", erklärte er aus dem Urlaub in Wien heraus telefonisch im Gespräch mit dem ECHO. Foto: M. Kolf
Elze (awi). Wenige Tage vor den Ferien sind die Elternsprecher der bisherigen dritten, ab Schuljahr 2012/2013 vierten Klassen darüber informiert worden, dass die bisher drei Klassen zu künftig zwei Klassen im letzten Grundschuljahr zusammengelegt werden sollen. In der Konsequenz hieße das eine neue Klassenstärke von 28 statt bisher 18 Kindern, neue Lehrer und neue Mitschüler – und das in dem – ohnehin sehr kurzen – Schuljahr, in dem die Empfehlungen für die weiterführenden Schulen ausgesprochen werden, erklärt Elternsprecherin Christina Boyemann: „In der Klasse 3a von Frau Tenzer (4a) sind 18 Kinder, in der 3b Frau Reichenbach-Koselke (zukünftig 4b) 19 und in der 3c (zukünftig 4c) Frau Schröder sind ebenfalls 19 Kinder. Die Klasse von 3a von Frau Tenzer soll aufgelöst werden. Zukünftig würden dann 28 Kinder in zwei 4.Klassen sitzen. Das ist in einer Zeit in der von Verkleinerungen von Klassen die Rede ist für uns nicht aktzeptabel.“ Hintergrund sei, dass es derzeit nur eine Unterrichtsversorgung von 91 Prozent an der Grundschule Elze gebe und eine Lehrkraft mit 15 Stunden für Deutsch und Sachkunde fehle. „Wenn die 3a (4a) aufgelöst wird, hätten wir wieder eine 100prozentige Unterrichtsversorgung“, erklärt Boyemann die Argumente der Landesschulbehörde für die Klassenzusammenlegung. Unglücklich sei, dass die Elternvertreter erst letzten Dienstag von der geplanten Zusammenlegung erfahren hätten.
Die Elternsprecherin der bisherigen Klasse 3a, Christina Boyemann, hat sich per Mail an die Landesschulbehörde, das Kultusministerium und Ministerpräsident David McAllister gewandt und auch die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg eingeschaltet und mit der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft sowie mit dem Schulbezirkspersonalrat gesprochen. Lorberg erklärte im Gespräch mit dem ECHO, sie habe mit der Schulbehörde Kontakt aufgenommen: „Ich finde die Angelegenheit ausgesprochen unglücklich, zumal die Eltern im Vorfeld nicht von der Schulleitung informiert wurden“, so die Landtagsabgeordnete. Elternsprecherin Boyemann hat auch selbst mit der Landesschulbehörde gesprochen und die Auskunft erhalten, die Elzer hätten „halt immer Glück gehabt. Aber im Moment ist für Lehrerstellen kein Geld da.“ Der betreffende Mitarbeiter der Landesschulbehörde wollte sich dem ECHO gegenüber nicht äußern und verwies an Pressesprecherin Susanne Strätz. Diese war bis Redaktionsschluss gestern nicht erreibar. Kurz vor Redaktionsschluss teilte allerdings Christina Boyemann mit, sie habe gerade einen Anruf vom im Urlaub befindlichen Rektor Walter Zychlinski erhalten, der soeben vom Mitarbeiter der Landesschulbehörde, Herrn Möring, angerufen worden sei. Dieser habe ihm mitgeteilt, es solle jetzt an der Grundschule Elze mit den künftigen vierten Klassen „alles bleiben, wie es ist“. Eine offizielle Bestätigung war gestern nachmittag von der Landesschulbehörde allerdings nicht mehr zu bekommen.