Auftakt des Kulturprojekts „Wer liebt, gewinnt!“

Die Schüler hatten viel Spaß bei dem Projekt „Wer liebt gewinnt“.
Mellendorf. Forum Campus W, im Schulgebäude der IGS Wedemark. Etwa 50 junge Menschen sind hier versammelt. Sie tanzen und bewegen sich zu Musik, quer durch den Raum. Musik, die mal aus großen Lautsprechern auf dem Boden kommt, mal vom schwarzen Flügel auf der Bühne. Die IGS und ihr Kulturpartner, die Musikschule Wedemark, haben eingeladen zu ihrer Auftaktveranstaltung. Es geht um das Projekt „Wer liebt, gewinnt! Impressionen Zauberflöte“ – eine freie Interpretation der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.
Es wirkt ein wenig hektisch, fremd und fragmentarisch im Campus W, aber die Bewegungen auf dem bebenden Forumsboden lassen durchaus schon jene Energie spüren, die sich meist unwillkürlich in einem freisetzt, sobald man sich dem Werk Mozarts widmet.
„Riskiert ruhig noch Fehler!“ ermutigt Hans Fredeweß von der Campagnie Fredeweß die  Tänzer. Wichtiger sei es am Anfang, sich in die Dynamik, in die Dramaturgie, in die Figuren einzufühlen. Schnell ist klar, dass hier an einem kleinen Großprojekt gearbeitet wird. Mehr als 150 Teilnehmer wirken seit Wochen zusammen, sind Teil einer Kooperation, die weit über die Grenzen der Schule hinausgeht. „Ein Novum und absoluter Glücksfall“, wie Carmen Mucha, Didaktische Leiterin der IGS, betont.
Und eine Herausforderung. Tatsächlich soll am Ende des spannenden Kreativprozesses auch etwas Neues herauskommen. Zwar bleiben die Grundideen der Oper bestehen – die Handlung, das Abenteuerliche, die kontrastierenden Welten, und nicht zuletzt die Liebe als das allesverbindende Element. Doch geht es nicht allein um Motive, die Mozart bewegten, sondern auch darum, Wege zu finden, ein modernes Publikum anzusprechen und zu erreichen. Musikalisch haben die Verantwortlichen dafür hinter den Kulissen seitenweise Noten umgeschrieben, haben Elemente etwa aus dem Samba eingebaut, oder mit Percussions und coolen Hip-Hop-Beats experimentiert, die sich in die klassischen Passagen einfügen.
Ob Dramaturgie und Rhythmik, Musik, Tanz oder Schauspiel, alles muss so eng miteinander verwoben sein, dass Mozarts Opernstück neu zu leben beginnt. Und zwar zugeschnitten auf die komplexe Handlung, die möglichst verständlich bleiben und das Publikum bei der Premiere begeistern soll. Die ist übrigens im März 2019.