Ausschuss will Leih-Drehleiter

Politik hört auf den Rat der Feuerwehrführung

Berkhof (awi). Spannende Diskussion am Donnerstagabend im Feuerschutzausschuss, der im randvoll mit Zuschauern besetzten Feuerwehrgerätehaus in Berkhof: Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen ging es um eine Leih-Drehleiter in der Zeit, in der die Drehleiter aus Mellendorf dieses Jahr zur Inspektion und Reparatur ist. Der Zeitraum beträgt mindestens 15 Tage, kann sich aber je nach Verlauf der Inspektion auch verlängern. 180 Euro am Tag kostet eine Leih-Drehleiter. Rund 3000 Euro werden also mindestens fällig. Eine notwendige Ausgabe, um die Sicherheit in der Wedemark zu gewährleisten, erklärte das Feuerwehrkommando mit Gemeindebrandmeister Michael Hahn und seinen Stellvertretern Jens Kahlmeyer und Klaus Wilhelms dem Ausschuss. Eine verzichtbare Ausgabe, fand hingegen Bürgermeister Tjark Bartels und wurde dabei von seinem Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen unterstützt. Die Drehleiter könne im Einsatzfall im Rahmen der Nachbarschaftshilfe aus Langenhagen geordert werden. Anhand der Einsatzzahlen des zweiten Halbjahres 2011 begründeten Auhagen und Bartels ihre Ansicht und argumentierten, in Burgwedel gebe es gar keine Drehleiter. Die Politiker schlossen sich nach längerer Diskussion dieser Meinung aber nicht an. Einstimmig votierte der Feuerschutzausschuss, der seit der Neuaufteilung der Ausschüsse übrigens auch für öffentliche Ordnung zuständig ist, für eine Leih-Drehleiter. Bei zwei anderen Themen schloss sich der Ausschuss allerdings der Ansicht des Bürger-
meisters an beziehungsweise erarbeitete einen Kompromissvorschlag: So wird dem Antrag der Negenborner Feuerwehr auf Anbau einer Absauganlage zunächst nicht stattgegeben. Stattdessen wird mittelfristig eine Begutachtung aller Gerätehäuser mit Blick auf die Notwendigkeit einer Absauganlage stattfinden, um dann eine Art Prioritätenliste zu erstellen. Alle Feuerwehren müssten gleich behandelt werden, argumentierte der Bürgermeister. Aus diesem Grund wird auch bei dem CDU-Antrag, in Abbensen am Gerätehaus einen Anbau in Eigenleistung der Feuerwehr zu errichten, um den MTW unterzustellen noch nicht zugestimmt. Da auch bei anderen Feuerwehren Carport-Lösungen gewählt worden seien, wird jetzt der dafür notwendige Betrag von 4000 Euro in den Haushalt eingestellt und noch einmal intern geprüft, ob die Kostenaufstellung der Abbenser Feuerwehr für einen Anbau realistisch ist.