Ausweichquartier gesucht

Die frühere Scherenbosteler Schule könnte für die Montessori-Schüler eine gute Übergangslösung während der Bauphase sein. Foto: Archiv

Montessori-Schule hofft auf Unterstützung

Bissendorf-Wietze/Scherenbostel (sch/awi). Obwohl es wenige Tage zuvor in der Standortpresse Veröffentlichungen gegeben hatte, dass im Falle eines positiven Ratsbeschlusses zum Neubau des Schulgebäudes in Bissendorf-Wietze durch einen privaten Investor die Montessori-Schule nach den Osterferien in das alte Schulgebäude in Scherenbostel einziehen solle, kam dieser Punkt in der Scherenbosteler Ortsratssitzung nicht zur Sprache. Auf Nachfrage des ECHO stellte sich heraus, dass keines der Ortsratsmitglieder die entsprechende Presseveröffentlichung gelesen hatte. Dass das vom Drei-Dörfer-Treff, der Dorfgemeinschaft und der Volkshochschule genutzte ehemalige Schulgebäude möglicherweise als Ausweichstandort für die Montessori-Schule dienen könne, war den Ortsratsmitgliedern, die zum Teil auch zu den Aktiven im Drei-Dörfer-Treff gehören, bereits im Herbst zu Ohren gekommen. Alle Ortsratsmitglieder und Vertreter des Drei-Dörfer-Treffs betonten, dass sie einsähen, dass das ehemalige Schulgebäude ideal für die übergangsweise Unterbringung der Montessori-Schule geeignet sei, zumal die Schüler ja auch hier bereits ihren Sportunterricht durchführten. Für die Gemeindeverwaltung steht laut Erster Gemeinderätin Konstanze Beckedorf zunächst einmal die grundsätzliche Beschlussfassung über das Projekt in Bissendorf-Wietze im Vordergrund. Erst wenn der Gemeinderat darüber abgestimmt habe, könne man konkrete Planungen aufnehmen. Für die Montessori-Schule relativierte Schulleiterin Stephanie Rifai die Presseveröffentlichungen. Auf der Informationsveranstaltung zum geplanten Schulneubau seien lediglich Wünsche und Ideen des Schulträgers aufgezeigt worden. Scherenbostel sei dabei eine unter mehreren denkbaren Ausweichoptionen für die geschätzen drei Monate während der Bauphase, in denen Unterricht stattfinde. Natürlich hoffe die Schule auf eine Unterstützung aus Scherenbostel, zumal man bereits in Bereich der Sporthallennutzung sehr gut kooperiere. Selbstverständlich würde die Schule mit ihren Ideen auf die Bedürfnisse der Hauptnutzer einer Übergangslösung Rücksicht nehmen, zumal mit rund 30 betroffenen Schülern auch kein allzu hoher Improvisationsaufwand entstehe. Aber auch Stephanie Rifai betonte, zunächst das Votum des Gemeinderates abwarten zu wollen, bevor die vorübergehende Unterbringung der Schüler während der Bauphase konkret geplant würde. Schließlich gelte es, die Souverainität des Gemeinderates in dieser Angelegenheit zu respektieren.