Ave Cäser: Ferienspaß mit der JuKu

Vor dem im letzten Jahr gefertigten Ofen wird auf frisch gebrannte Nutzkeramik gewartet. Fotos: E. Rodenbostel

Enercity stellt für Aktion sein Grundstück im Fuhrberger Wald zur Verfügung

Fuhrberg (er). Seit 20 Jahren stellt Enercity das Grundstück im Fuhrberger Wald der Kinder- und Jugendkunstschule kostenlos zur Verfügung. Dazu gehören die Versorgung mit Brauchwasser und die Pflege der benutzten Fläche. In diesem Jahr konnten sich über 30 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren über den Service und die Betreuung während der gestellten Aufgaben freuen.
Eine Zeitmaschine versetzte alle in das Jahr 58 vor Christus und machte die Kinder mit den Möglichkeiten und Gegebenheiten dieses Zeitraums bekannt. Kleidung wurde aus Stoffen, Schnüren und Bändern selbst gefertigt. Es gab eine Tunika oder Topa, diese war durch den purpurnen Streifen extrem wertvoll und besonders den Senatoren vorbehalten. Es mussten Salben und Badezusätze selbst hergestellt werden.
Gefäße wurden getöpfert, die dann durch Andree Woosmann in einem Schrühbrand um die 800 Grad, gebrannt wurden. Danach waren die Keramiken wasserabweisend und konnten, wenn gewünscht glasiert werden. Die Temperatur ließ sich natürlich nur durch Erfahrung ermittelt und durch den richtigen Abstand vom Beobachter zur Feuerquelle festgestellt werden.
Zeit um Kunstwerke und Spiele herzustellen war schließlich auch. So wurden Mosaike und Schmuck gefertigt, außerdem wurden kleine Lederbeutel zugeschnitten. Mit ihnen und ihrem Inhalt konnte ein bekanntes und beruhigendes Spiel mit Muscheln und Steinen gespielt werden. Damit war sich abzulenken von den Kämpfen, die mit selbst hergestelltem Gladius, dem Kurzschwert oder Pilum, dem Wurfspeer erledigt werden mussten. Es wurde ein Pugnum, ein römisches Schild, zum persönlichen Schutz gefertigt, ohne das natürlich kein Kampf geführt werden kann. Die Kinder lernten außerdem bei Frank Fuhrmann mit einem Augenzwinkern: „Kriegerische Themen wie Disziplin, Ordnung, Taktik, Koordination, Kraft und Gehorsam, sind in der Römerzeit total wichtig!“ Sie bauten eine regensichere Unterkunft und eine nicht so regensichere Hütte. Fertigten Helme bei Greta Lindenberg und Schmuckschatullen, die beide dekoriert wurden, dazu handgebundene Lorbeerkränze in richtiger Fleißarbeit. An drei Tagen durften sie von 10 bis 16.00 Uhr an jeweils fünf verschiedenen Stationen ihre Ausstattung für die Römerzeit vervollständigen. Unterstützt wurden sie von weiteren Mitarbeitern der Kinder- und Jugendkunstschule Anette Haller und Jane Wurwa, die sehr geduldig und ausdauernd zur Verfügung standen. Der Leiter der Kinder- und Jugendkunstschule, Bernd Tschirch: „Dieses ist ein wunderbarer Ort für solch ein Projekt. Die Anmeldungen erfolgen schon in den ersten zwei Wochen nach Bekanntgabe des Termins. Die Eltern legen sogar ihren Familienurlaub um dieses Projekt, das immer ausgebucht ist.“