Bäume im Ereigniswald haben Durst

Heidemarie Heinzelmann beim Bewässern im Ereigniswald. Foto: R. Gerth
Bissendorf. Heidemarie Heinzelmann konnte es nicht mehr mit ansehen und hat am Sonnabend die Benzinpumpe „für Notfälle“ aus der Garage geholt, um im Ereigniswald die Bäume zu bewässern. Zur Seite standen ihr die Dauerhelfer Klaus Pieper und Rainer Gerth. Obwohl schon etwa 100 Meter 3/4-Schlauch vorhanden sind, konnten die Bäume aus den ersten acht Jahren nicht gewässert werden, weil nur die Doppelkolben-Handpumpe im neuen Pflanzbereich die Möglichkeit bietet, eine Benzinpumpe anzuschließen. Daher hatten sich am Sonntagmorgen die Drei einen zusätzlichen Arbeitseinsatz selbst verpasst, um mit weiteren geliehenen Schläuchen wenigstens bis nahe der Straße die Bäume bewässern zu können.
Heidemarie Heinzelmann ist zwar die „Mutter des Ereigniswaldes“, aber nicht die Putzfrau und Wasserträgerin des Waldes. Jeder, der einen Baum dort gepflanzt hat, ist aufgerufen, Hand an den Pumpenschwengel zu legen und seinen Baum zu bewässern. An die eigene Kehle wird für gewöhnlich viel intensiver gedacht. Und da gibt es bei der Gelegenheit noch eine Pille zu schlucken: Gießkannen und Bottiche sind fast immer leer. Auch das Wiederbefüllen dieser Gefäße ist nicht das Privileg einiger Weniger, jeder hat die Pflicht, die gerade entleerte Gießkanne wieder zu befüllen, denn nur so versteht sich eine Solidargemeinschaft.