Bäume waren krank

Baumfällungen in Pfeiffers Garten waren leider notwendig

Bissendorf. Nach Anfragen und Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern in Pfeiffers Garten in Bissendorf über die Abholzung von fünf Obstbäumen in der Nähe des Spielplatzes, möchte die Gemeinde Wedemark die Notwendigkeit zur Fällung der Bäume erklären: Die betroffenen fünf Bäume, ein Apfel- und vier Kirschbäume, wurden im Rahmen der regelmäßigen Baumkontrolle im Juli 2010 von der Umweltschutzbeauftragten Ursula Schwertmann überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass sie im Kronen- und Stammbereich erhebliche Höhlungen und Risse vorzuweisen hatten. Da die Bäume sich in einem Spielplatzbereich befanden und es zu Vermuten war, dass diese auch von den Kindern zum Klettern genutzt wurden, war es wichtig die Standsicherheit der Bäume festzustellen.
Wie üblich in solchen Fällen schaltete die Gemeinde daraufhin einen Baumsachverständigen ein, der die Bäume auf ihre Standsicherheit überprüfte. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass einer der Kirschbäume bereits tot war. Der Apfelbaum hatte einen Riss in der Krone und eine große Morschung, bei der sich keine Wundverstärkung gebildet hatte. Die Restwandstärke war zu gering, dadurch war die Krone bruchgefährdet. Ein anderer Kirschbaum hatte einen Pilzbefall und einen sogenannten Zwiesel, eine Pressfuge, die ausbrechen kann, erst recht, wenn das Holz durch einen Pilz geschwächt ist.  Eine weitere Kirsche hatte Höhlungen bis zum Kronenansatz. Auch hier reichte die Restwandstärke nicht mehr, um eine Bruchgefahr auszuschließen. Die fünfte Kirsche hatte einen Knick im Stamm und war ebenfalls hohl mit zu geringer Restwandstärke. Im Rahmen der Gefahrenabwehr, und hier im besonderen Falle der Nähe des Spielplatzes, wurde entschieden die Bäume zu fällen und durch Neupflanzungen zu ersetzen. Hierüber wurde auch der Ortsrat Bissendorf informiert. „Natürlich ist es immer schade, wenn alter Baumbestand entfernt werden muss, aber die Sicherheit der Kinder hatte hier absoluten Vorrang.“ so Ursula Schwertmann, Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde, und ergänzt: „Wir werden uns darum kümmern, dass schnellstmöglich eine Neupflanzung der Obstbäume erfolgt.“