Bauschuttbrechanlage in Brelingen ist Thema

Brelingen. Auch in der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen, Umweltschutz am Dienstag, 13. August, geht es um ein Gewerbegebiet: Um die Erweiterung des Gewerbegebietes Brelingen Ost.
Das Thema ist ein hinlänglich bekanntes: Am 7. März 2013 hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Bebauungsplan für unwirksam erklärt, nachdem ein Anlieger aus dem Hellendorfer Weg dagegen geklagt hatte. Damals gab sich die Verwaltung noch zuversichtlich, den Bebauungsplan innerhalb von sechs bis neun Monaten „zu heilen“. Mittlerweile sind sechs Jahre und fünf Monate vergangen. Das Gelände liegt im Nordosten von Brelingen. Nach Sand- und Kiesabbau sollte die Fläche wiederverfüllt, rekultiviert und von jeglicher gewerblichen Nutzung freigehalten werden. Betreiber und Gemeinde verständigten sich jedoch – gegen die Empfehlung der Region – auf eine Umwidmung und Weiternutzung. Zudem sollte eine mobile Brechanlage Beton, Ziegel und mineralische Bauabfälle aufbereiten.
Die Zufahrt zu dem geplanten Gewerbegebiet führt durch den Hellendorfer Weg. Die hier ansässigen Kleingewerbetriebe beklagten einen Standortnachteil durch die starke Staubbelastung der Anlage und des Schwerlastverkehrs für An- und Abfuhr an maximal 300 Tagen im Jahr. Aber auch die Anwohner an der Brelinger Hauptstraße und der Bennemühler Straße kritisieren den starken LKW-Verkehr durch den Sand- und Kiesabbau. Jede Tonne, die zusätzlich in Brelingen gebrochen würde, müsste mindestens zweimal durch den Ort gefahren werden, geben sie zu bedenken. Wo in anderen Orten Fahrverbote wegen der hohen Schadstoffbelastungen verhängt werden, werde hier der umgekehrte Weg beschritten, so die Anwohner. Direkt unterhalb der Brechanlage im Süden liegt – nur durch eine landwirtschaftlich genutzte Fläche getrennt – das Baugebiet Kleverkamp. Weiter auf Seite 2