Baustart in 2022 möglich?

Unterwegs auf der Trasse des geplanten Radschnellweges im Zentrum von Langenhagen: Martin Nebendahl (von links), Region Hannover und CDU-Regionsabgeordnete Claudia Hopfe. Foto: Sebastian Offermanns

Radschnellweg Langenhagen-Hannover wird immer konkreter

Langenhagen. Schon seit längerem ist der Bau eines Radschnellweges zwischen Langenhagen und Hannover im Gespräch. Der Verkehrsausschuss in Langenhagen hat bereits im Sommer 2020 den Grundsatzbeschluss für die Teilstrecke auf Langenhagener Gebiet gefasst. Grund genug für den Arbeitskreis Verkehr der CDU-Fraktion Region Hannover, sich nach dem aktuellen Planungsstand des Radschnellweges bei einem Ortstermin mit der Regionsverwaltung zu erkundigen.Radschnellwege sind schnelle Direktverbindungen für den Radverkehr, die vor allem in den Ni derlanden längst ein Erfolgsmodell sind – vor allem im Berufsverkehr. Hier tragen sie entscheidend dazu bei, den Verkehr vom Auto aufs Rad zu verlagern. Die Qualitätsmerkmale eines Radschnellweges sind mindestens zwei Fahrstreifen (einer je Richtung) mit einer Breite von zwei Meter je Fahrstreifen, wobei ausschließlich Fahrräder und Pedelecs zugelassen sind.
Ein weiteres Merkmal von Radschnellwegen ist, dass sie - soweit möglich - kreuzungsfrei sein sollen, was durch Brücken und Unterführungen erreicht wird. Darüber hinaus gehört selbstver- ständlich eine glatte Asphaltdecke dazu. Die Mitglieder des Arbeitskreises ließen sich von Martin Nebendahl vom Fachbereich Verkehr der Region vor Ort an der Konrad-Adenauer-Straße die Herausforderungen aufzeigen, die für eine förderfähige Planung bewältigt werden müssen.
„Um die Qualitätskriterien eines Radschnellweges einzuhalten, muss es wohl den Bau einer neu- en Brücke für Radfahrer geben. Denn die am Silbersee gelegene Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Autobahn A2 mit ihren steilen Rampen und der mangelnden Breite entspricht nicht den Standards für einen Radschnellweg“, erklärt die Abgeordnete der CDU-Fraktion Region Hannover Claudia Hopfe aus Langenhagen. Das Planungsbüro schätzt die Kosten für die zu bau- ende Brücke auf ca. 2,7 Millionen Euro, von denen etwa 80 Prozent von Bund und Land übernommen wer - den. Schon jetzt nutzen täglich zwischen 2000 und 3000 Radpendler die Verbindung zwischen Langenhagen und Bothfeld in beide Richtungen. „Ich gehe davon aus, dass sich diese Zahl nach dem Ausbau noch deutlich erhöhen wird“, sagt Hopfe.
PressemitteilungDer Baustart für den geplanten Radschnellweg zwischen Langenhagen und Hannover könnte noch in diesem Jahr sein. Noch vor der Sommerpause sollen die konkretisierten Planungen den Gremien der Region Hannover und in Langenhagen vorgelegt werden. Nach Aussage von Martin Nebendahl konnte das Projekt auch schon mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt wer- den. Der Radschnellweg führt von der Nordseite des Hauptbahnhofs durch die List zum Vahrenheider Markt. Weiter geht es über die Autobahn und dann mit einem Knick Richtung Westen durchs Langenhagener Zentrum zur Karl-Kellner-Straße, die bereits Fahrradstraße ist. Im Ortsteil Krähenwinkel soll die Strecke an der Walsroder Straße enden – macht insgesamt etwa zwölf K lometer.
„Ich freue mich, dass die Beschlüsse zum Bau des Radschnellweges noch in diesem Jahr gefasst werden können. Der Baubeginn kann dann in 2022 erfolgen. Dieser Radweg wird ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende in der Region Hannover sein. Darüber hinaus haben wir von Seiten der Verwaltung gehört, dass eine Bezuschussung dieses großen Infrastrukturprojekts von 80 bis 90 Prozent durch Land und Bund realistisch ist. Die Fördertöpfe sind vorhanden, aber kaum ausgeschöpft. Ich freue mich, dass meine vielen Nachfragen zu diesem Projekt dabei geholfen haben, dass dieses Infrastrukturprojekt zeitnah gebaut wird. Auch wenn der Ausbau abschnittsweise erfolgen wird, hoffe ich, vielleicht schon im nächsten Sommer über diesen Radweg von Langenhagen nach Hannover fahren zu können“, so Hopfe abschließend.