Beeindruckende Holzschnitte von Abi Shek

Katja Ritter (Mitte) hält die Laudatio zur Ausstellungseröffnung im imago Kunstverein – Ehemann Abi Shek (rechts) hört aufmerksam zu. Foto: B. Stache
 
Ute Loewener (links) begrüßt als Vorsitzende des imago Kunstvereins den bildenden Künstler Abi Shek und dessen Ehefrau Katja Ritter zur Ausstellungseröffnung im Bürgerhaus in Bissendorf. Foto: B. Stache

Ehefrau Katja Ritter hält die Laudatio beim Kunstverein imago im Bürgerhaus

Bissendorf (st). Der bildende Künstler Abi Shek lässt sich von Äsop, dem griechischen Dichter von Fabeln und Gleichnissen, sowie dem französischen Schriftsteller und Fabeldichter Jean de La Fontaine (Der Rabe und der Fuchs) inspirieren. Seine prägnanten Werke – Holzschnitte in Schwarz und Blautönen auf weißer Leinwand – ziehen den Betrachter magisch an, lassen ihn nicht los. Noch bis Sonntag, 16. Dezember, stellt Abi Shek beim imago Kunstverein im Bürgerhaus in Bissendorf aus. „Ich habe Bildhauerei studiert“, erklärte er anlässlich der Ausstellungseröffnung, zu der imago-Vorsitzende Ute Loewener zahlreiche Gäste begrüßen konnte. Schauspielerin Katja Ritter, Ehefrau von Abi Shek, hielt die Laudatio. Für Abi Shek, Jahrgang 1965, als Sohn eines Bildhauers und einer Goldschmiedin im Kibbuz Beit Nir am Rande der Negev Wüste aufgewachsen, sind Tiere ein großes Thema. „Sie sind für mich ein Mittel, etwas über Menschen, Kultur und Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Ich bin in meiner Jugend viel geritten, daher liebe ich Pferde. Wir haben auch eine Katze in der Familie.“ Diese Liebe zu Tieren spiegelt sich dann auch in seinen Werken wider. Dass seine Ehefrau die Laudatio hielt, begründete der Künstler wie folgt: „Meine Frau und ich arbeiten viel zusammen. Wir sprechen auch oft über Kunst. So ergab es sich, dass sie schon häufiger die Laudatio bei meinen Ausstellungen gehalten hat.“ Abi Shek lebt seit seinem Studium der Freien Kunst (Bildhauerei) bei Professor Micha Ullman an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. „Ich mache im Schnitt vier bis fünf eigene Ausstellungen im Jahr in Deutschland“, berichtete er. „Seit zirka drei Jahren habe ich Kontakt zum imago Kunstverein. Ich freue mich, dass es zu der heutigen Ausstellung hier in Bissendorf gekommen ist. Das ist ein guter Ort mit einem guten Programm.“ In ihrer Laudatio zur Ausstellung von Abi Shek bediente sich Katja Ritter einer früheren Einführungsrede von Veronika Mertens, Leiterin des Kunstmuseums in Albstadt. „Sie war so passend, dass wir an ihr einfach festhalten“, erklärte die Laudatorin. In ihren Ausführungen kam auch Professor Micha Ullman, langjähriger Freund der Familie Shek in Israel, zu Wort. Katja Ritter eröffnete ihre Ansprache mit dem Gedicht „Das Wunder wartet“ von Rose Ausländer. Anschließend zitierte sie Veronika Mertens mit den Worten: „Im Zeichen der Rinder, Vögel und Katzen – zu den Holzschnitten von Abi Shek. Schwarze Tiersilhouetten setzt Abi Shek auf weiße Leinwände in zum Teil monumentalen Formaten an die Wände des Raums und erfüllt ihn rundum mit geheimnisvollem Leben: Vögel, Katzen, Rinder. Diese Tiere sind, so paradox es scheint, gerade durch die Reduktion auf ihre Schattenbilder in besonderer Weise präsent.“ Es ist diese Präsenz, die den Raum des imago Kunstvereins derzeit mit Leben erfüllt. Zum Abschluss ihrer Ausführungen verlas Katja Ritter ein weiteres Gedicht von Rose Ausländer mit dem Titel „Körper“, das von Abi Shek ausdrucksstark illustriert wurde. Die Ausstellung im Bürgerhaus in Bissendorf ist dienstags bis freitags von 11-13 Uhr und 15-18 Uhr geöffnet, sonnabends von 11-13 Uhr und 15-17 Uhr sowie an Sonntagen von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.