Bei Pflege gilt: Ambulant vor stationär

Reiner Fischer (v. l.), Heinz Peterburs, Helge Zychlinski, Bärbel Pauer und Peter Reuter im Gespräch über Pflegeeinrichtungen. Foto: B. Stache

SPD-Fraktion zu abschließendem Besuch bei CURATA

Abbensen (st). Mitglieder der SPD-Fraktion Wedemark haben seit November vergangenen Jahres alle Pflegeeinrichtungen vor Ort besucht, zuletzt das CURATA Seniorenzentrum Haus Abbensen. Bärbel Pauer, Einrichtungsleitung, hatte die Besucher durch das Haus geführt. „Wir konnten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sprechen, die einen zufriedenen Eindruck machten“, erklärte Helge Zychlinski, der von Ortsbürgermeister Peter Reuter, Heiner Peterburs und Reiner Fischer begleitet wurde. Bei ihren Besuchen hätten sie festgestellt, dass es eine gute Versorgung mit hervorragenden Pflegeeinrichtungen in der Wedemark gebe, die alle unterschiedlich arbeiteten: „Wir verfügen über ein vielfältiges Angebot. Die Plätze, die wir heute haben, decken den jetzigen Bedarf noch gut ab“, so Zychlinski. Da sich nach seiner Einschätzung aber ein steigender Bedarf abzeichne, „werden wir in den nächsten Jahren auch im Bereich stationäre Pflege mehr tun müssen“, lautete sein Fazit. Um dem immer größer werdenden Anteil älterer Menschen zu ermöglichen, in der Wedemark zu bleiben, müsse es eine entsprechende barrierearme oder gar barrierefreie Bausubstanz geben – im Eigenheim und auch im Mehrfamilienhaus als Eigentums- oder Mietwohnung. „Da haben wir einen großen Nachholbedarf in der Wedemark“, so Zychlinski, der daran erinnerte, dass es eine Reihe weiterer Wohnformen für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter gebe. Das gesellschaftliche Ziel bleibe „Ambulant vor stationär“. Thematisiert wurden auch der Fachkräftemangel im Pflegedienst sowie die unzureichende Bezahlung des Personals. Heinz Peterburs verwies diesbezüglich auf die aktuellen Bestrebungen des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe (CDU), im Pflegebereich mehr für die Qualität, die Vergütung und den Abbau von Bürokratie zu sorgen. „Wir wollen in der Wedemark ein soziales Klima und die Voraussetzungen schaffen, dass die Menschen, auch gerade ältere, hier leben können“, sagte Peterburs. Er habe aufgrund der Informationsbesuche einen guten Überblick über die verschiedenen Angebote in der Wedemark erhalten, „auch darüber, wo es Entwicklungsbedarf gibt.“ Bärbel Pauer formulierte abschließend noch eine Bitte an ihre Besucher: Wenn die Politik in der Wedemark etwas in Sachen Altenpflege plant, sollten die Pflegeeinrichtungen beteiligt werden.