„Belastungsgrenze überschritten"

Bürgerinitiative wendet sich an Gemeinde

Meitze/Gailhof. Die Bürgerinitiative BLW (Bürger für eine lebenswerte Wedemark) hat sich mit einem Schreiben an die Gemeinde Wedemark gewandt, da die Verkehrssituation in Meitze und Gailhof gerade in den letzten Tagen die zumutbare Belastungsgrenze was Lärm, Erschütterungen der anliegenden Gebäude und die Gefahren des Verkehrs an sich betreffe, nicht nur erreicht, sondern definitiv zu weit überschritten sei, so Sprecher Christoph Chilla.
Bei allem Verständnis für den Ausbau der Autobahn A7 bleibe festzustellen, dass offensichtlich an den Umleitungsverkehr über die Dörfer, abseits der vorgegebenen Umleitungsrouten, anscheinend niemand der eingebundenen Fachleute gedacht habe.
Die Bürgerinitiative fordert im Namen der Anlieger, zum Beispiel der Dorfstraße in Meitze, die Gemeinde Wedemark auf, sehr zeitnah ein Konzept zur Verhinderung des Ausweichverkehrs zu erarbeiten und zu realisieren. Die vorhandene Beschilderung und Überwachung reiche als Verhinderung er­wie­se­ner­ma­ßen nicht aus.
„Wir haben am Pfingstsonnabend an der denkmalrechtlich geschützten Dorfstraße innerhalb von 15 Minuten rund 140 ortsfremde Fahrzeuge gezählt und teilweise fotografiert. Die Dorfstraße ist schon vor den Umleitungsverkehren in einem nicht optimalen Zustand gewesen, was sich durch die Verkehre der letzten Zeit massiv verschlimmert hat. Die Anlieger werden daher nicht bereit sein, irgendwann Geld für die Renovierung auszugeben. Das muss, nicht nur nach Auffassung des BLW, der Verursacher tragen", so Chilla.
Der BLW fordert auch, die Gemeinde möge dafür Sorge tragen, das die Gebote und Verbote, die sich aus der Beschilderung ergeben, möglichst nahtlos überwacht werden. Und zwar auch gerade an den Stau-Wochenenden.
Die zu diesem Thema angesprochenen Ortsräte hätten mit Verständnis reagiert, allerdings bisher ohne konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht zu haben. „Wir stellen uns neben Tempo 30, an allen Dorfeinfahrten (speziell auch bei DKV am Anfang „Neuer Hessenweg“) übergroße Schilder vor, in Verbindung mit einem überwachten und generellem Durchfahrtverbot, natürlich mit den gegebenenfalls notwendigen Ausnahmen: „Anlieger frei“, so Chilla in seinem Schreiben an die Gemeinde und merkt an: „Zumal bei der Realisierung des am „Neuer Hessenweg“ geplanten Industriegebiets eine Verbesserung nicht zu erwarten ist. Der Verein BLW werde die geplante Unterschriftensammlung in dieser Sache unterstützen und nachreichen, und sei auch  jederzeit gerne bereit, diesen Prozess positiv zu begleiten, betont der Sprecher.