Beliebter Treffpunkt geworden

Jean Schramke (von links), Birgit Eicke-Wedegärtner, Karin Kuhlmann, Anne Kathrin Kracke vom MGH-Team und Isabella Steffen beim Abschlussgespräch im Freien vor dem Mehrgenerationenhaus. Foto: SPD Wedemark

SPD-Fraktion im Mehrgenerationenhaus

Mellendorf. In den letzten Jahren rückte das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Mellendorf immer mehr in den Blickpunkt der Wedemärker Öffentlichkeit. Für die SPD-Fraktion wieder Zeit, sich wieder einmal über den Stand der Entwicklung und Fortschritte vor Ort zu informieren. Die aktuelle Nutzung und die Angebote ließ sich die SPD von der Mitarbeiterin des MGH Anne-Kathrin Kracke erläutern. Die bisherige Haupt- und spätere Mitnutzerin des Gebäudes, die Berthold-Otto-Schule, die lange Zeit die Räumlichkeiten als Förderschule „Lernen“ nutzte, ist endgültig mit Ablauf des Schuljahres 2020 ausgezogen. Drei Jahre lang teilten sich die beiden Einrichtungen die Räume, in die inzwischen auch die Kita „Wederacker“ eingezogen ist.
Inzwischen ist das MGH für viele Menschen der Wedemark ein beliebter und regelmäßiger Treffpunkt geworden. Mehr als 50 Gruppen und Vereine treffen sich hier regelmäßig. Hinzu kommen noch eine Reihe von einmaligen Aktionen und Angebote der unterschiedlichen Vereine und der Freiwilligenagentur, die hier ebenfalls ihren Standort hat.
Im Anschluss an die Informationen wurden die Räume besichtigt, die zum Teil bereits für ihre Funktionen übergeben, zum Teil noch renoviert werden. So soll das bisher im Rathaus untergebrachte Team „Soziale Arbeit“ in das MGH umziehen und damit den räumlichen Engpass des aus allen Nähten platzenden Rathauses verringern. Deren Büros und Beratungsräume erhalten einen separaten Zugang, um den Besuchern der Beratungsstelle die erforderliche Anonymität zu garantieren. Die Verwaltung des MGH wird ihren Bereich im Erdgeschoss behalten. Das Herzstück im Erdgeschoss wird die Agora. Schon in der Antike war die Agora der zentrale Versammlungs- und Marktplatz eines Ortes. Auch im MGH soll hier der Treffpunkt für die Besucher werden. Gemütliche Sofas, eine schöne Bestuhlung und ausreichend Tische werden für eine entsprechende Atmosphäre sorgen. Dieser „offene Treff“ ist Teil einer Vorgabe des Bundesprogramms für Mehrgenerationenhäuser. Für die Beschäftigten des MGH ist an dieser Stelle auch ein inklusiver Betrieb einer Mensa vorstellbar. Sie könnte in Kooperation mit einer Stiftung betrieben werden und damit der Inklusion in der Wedemark einen neuen Anstoß geben. Im Obergeschoss sind bereits die Fachräume für Computerseminare, für Selbsthilfegruppen und andere Verwendungen fertiggestellt. Anerkennung bei den Besuchern fand die liebevolle und individuelle Gestaltung der Räume. In der Planung ist auch eine Lehrküche im Obergeschoss. Sie wurde nicht für das MGH beschafft, sondern war schon vorhanden und soll jetzt für das MGH weiterverwendet werden. Es fehlt nur noch der Einbau.
Der Innenhof wirkte auf die Politiker leider trostlos und ist auch nicht barrierefrei. Mit etwas Fantasie und einigen finanziellen Mitteln könnte hier ein schöner Platz für Freiluftveranstaltungen entstehen. Ungelöst ist auch die Parksituation am MGH. Sie wird sich sicher noch verschärfen, wenn mehr Mitarbeiter endgültig ihre Büros beziehen. Bereits heute finden Besucher bei Veranstaltungen kaum einen Parkplatz.
Auch wenn noch nicht alles perfekt ist, sind die SPD-Politiker von dem Enthusiasmus und den guten Ideen der Beschäftigten und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen beeindruckt. Abschließend bedankte sich Isabella Steffen für die ausführlichen und ungeschminkten Informationen. „Auch wenn noch nicht alles fertig und umgesetzt ist, bin ich heute überzeugt, daß das MGH zu einem weiteren positiven Aushängeschild der Gemeinde Wedemark wird“, so Steffen.