Benefizkonzert begeistert Zuschauer

Elke Steinmetz (von links), Marion Brüggemann-Behnke, Thomas Boger mit dem Polizeiorchester Niedersachsen im Forum des Campus W. Foto: E. Rodenbostel.

Polizeiorchester Niedersachsen in Komplettbesetzung im Campus W

Mellendorf (er). Was braucht es um einen kurzweiligen Nachmittag mit dem Polizeiorchester Niedersachsen unter der Leitung von Thomas Boger zu erleben? Eine gute Idee und einen guten Zweck.
Die gute Idee kam von Marion Brüggemann-Behnke. Sie wollte das Polizeiorchester Niedersachsen, und zwar in kompletter Orchesterbesetzung, in die Wedemark holen und hat den Auftritt organisatorisch durchgeplant und vorbereitet. Der gute Zweck kam von Elke Steinmetz, die mit ihrem Projekt „kleine Hände-große Gedanken“ Kinder zwischen vier und sieben Jahren unterstützt, die mehr wissen möchten, schlecht stillsitzen können und mehr Verständnis und „Futter“ brauchen. Das Benefizkonzert unterstützt ihre Arbeit, die in Kooperation mit dem Bündnis für Familie stattfindet und zweimal jährlich kostenlose Workshops für besonders begabte Kinder anbietet.
Dazu braucht es noch fleißige Helfer im Hintergrund. In diesem Fall die Familie von Elke Steinmetz, die für den Auf- und Abbau der Bestuhlung sorgte. Der Nachmittag wurde durch Elke Steinmetz nach dem Ungarischen Tanz von Johannes Brahms eröffnet. Sie begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Brakelman, den Infostand der Polizei mit dem Kontaktbeamten Andreas Kremrich und PHK Jochen Sachweh und wies auf das Catering des Vereins „EinzigArtig“ mit den Einnahmen auf freiwilliger Basis hin.
Das Polizeiorchester Niedersachsen wird seit 2009 vom Chefdirigenten Thomas Boger geleitet. Es begeisterte durch die große Vielfalt der Musikrichtungen und die Freude des Dirigenten an der Musik und seinen Musikern. Die Titel der einzelnen Musikstücke wurden durch Thomas Boger kurz erläutert und so konnte das interessierte Publikum die angedeuteten Themen wirklich nachempfinden. Bei einem Teil des armenischen Tanzes von Alfred Reed ging es um Herzklopfen beim ersten Kennenlernen, beim zweiten um das Treiben eines Ochsen an die Arbeit.
Einige Solisten spielten sich besonders hervor. Heechul Kim, der auf seinem Altsaxofon die „Deux Mouvements" des zeitgenössischen belgischen Komponisten Andre Waignein sehr einfühlsam zu Gehör brachte und auch Fynn Großman, 26 Jahre, der gerade mehrere Jazz-Preise gewonnen hat. Er komponierte schon über 40 Stücke und hat den an diesem Nachmittag gehörten Beitrag „The Dream“ selbst arrangiert und das Solo mit dem Altsaxophon hervorgehoben.
Nach der Pause nahm die zweite Stunde Tempo auf. Als Solist trat Christopher Day mit seiner Gitarre und dem Lied Room 335 von Larry Carlton hervor. Im letzten regulären Beitrag La Fiesta von Cick Corea bekamen die Schlagzeuger mit ihrem Solo volle Aufmerksamkeit und einen extra Applaus. Das Konzert endete mit viel Beifall und einigen Zugaben. Nach den Klängen des Radetzkymarsches von Johann Strauß Vater verließ das Publikum den Campus W in beschwingter Stimmung.