Berufsbegleiter tun den Schülern gut

Ein starker Verbund für die Konrad-Adenauer-Schule: (v. l.) Die Berufsbegleiter Linda Berg und Can Kanpulat, Schulleiter Wilfried Osing sowie Dietmar Reddig und Michael Mertens von der MIT Wedemark. Foto: A. Wiese

Bundesagentur für Arbeit und MIT gehören zu Unterstützern der Konrad-Adenauer-Schule

Mellendorf (awi). „Es lohnt sich zur Hauptschule zu gehen“, sagt Schulleiter Wilfried Osing selbstbewusst und geht mit gutem Beispiel voran: Er hat seine Dienstzeit gerade um drei Jahre verlängert, muss also nicht mit seinem 65. Geburtstag in diesem Jahr in den Ruhestand gehen. Und das ist gut so, sind sich die Berufseinstiegsbegleiter Can Kanpulat und Linda Berg mit Dietmar Reddig und Michael Mertens von der MIT einig. Die Berufsbegleiter unterstützen seit 2009 beziehungsweise Mai 2011 jeweils 20 förderbedürftige Schüler hauptberuflich im Rahmen einer Vollzeitstelle. Die MITler setzen sich ehrenamtlich für die Konrad-Adenauer-Schüler ein, beraten sie beim Bewerbungstraining, geben ihnen Tipps für freie Ausbildungsplätze und wollen in absehbarer Zeit einen Berufsfindungsmarkt zusammen mit der Schule organisieren. Das Ziel ist das Gleiche: Die Konrad-Adenauer-Schüler „berufsfähig“ machen, sie motivieren und die manchmal schwierigen Startbedingungen ins Leben ein bisschen erleichtern. „Man merkt, wer
von der Konrad-Adenauer-Schule kommt“, zieht Dietmar Reddig Bilanz des kürzlich absolvierten Bewerbungstrainings. Die Schüler seien pünktlich, höflich, aufgeschlossen und motiviert gewesen. Das sei letztendlich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz wichtiger als die Noten. Auch Wilfried Osing weiß: Arbeits- und Sozialverhalten sind entscheidend für die Beurteilung der Bewerber. „Unser Regelwerk hier hat sich bewährt“, freut sich der engagierte Schulleiter. Das Berufseinstiegsbegleitungsprojekt ist jetzt um zwei Jahre verlängert worden, ein Beleg für die excellente Arbeit von Can Kanpulat und seiner Kollegin. Die Schüler werden ab der achten Klasse betreut bis ein halbes Jahr nach dem Verlassen der Schule. Lehrer und Schulleitung treffen zusammen mit den Berufsbegleitern die Auswahl. Entscheidend ist, dass die Eltern zustimmen und dahinter stehen, sagt Can Kanpulat. Und er betont: „Wir nehmen den Schülern nichts ab, sondern schieben sie an!“