„Beschluss für Neuen Hessenweg aufheben"

FDP/Bündnis C stellt Anträge für den Rat am 28. Oktober

Wedemark (awi). Die Gruppe FDP/Bündnis C im Rat will Nägel mit Köpfen machen und bringt zu diversen Themen, die insbesondere FDP-Ratsherr Erik van der Vorm schon lange unter den Nägeln brennen, Anträge für die Gemeinderatssitzung am Montag, 28. Oktober, ein. So geht es zum Einen um den Neue Hessenweg. Hier beantragt die Gruppe den Beschluss vom 15. August zum Plangebiet aufzuheben, da die Ausweisung östlich von Gailhof ist aus Sicht von FDP/Bündnis C „völlig ungeeignet" ist. Insbesondere die Ausweisung im nördlichen Bereich als „Industriegebiet“ sei nicht hinnehmbar, meint van der Vorm, der die Gründe für die Ablehnung der Ausweisung  in der Ratssitzung im Detail erläutern will.
Mit dem nächsten Antrag soll die Ausweisung von Gewerbegebieten westlich entlang der Autobahn 7 weiterverfolgt werden,  insbesondere die Ausweisung der Flächen
 in Berkhof westlich der REWE-Hallen und südlich der K 108 beziehungsweise der Flächen, die an die bereits als Industriegebiet ausgewiesenen Fläche grenzen, aber auch
der Bereich östlich des Neuen Hessenwegs bis zur A 7 und zwar beginnend
mit der Ackerfläche östlich des Neuen Hessenwegs in Richtung A 7 in einer
Breite, die der vorhandenen Ackerfläche entspricht. Im Bereich Berkhof südlich der K 108  westlich der A 7 befindet sich noch eine als Industriegebiet ausgewiesene, derzeit noch nicht bebaute Fläche. Diese könne in südlicher Richtung noch erweitert werden.
Ferner biete sich die Fläche westlich des bestehenden B`Plans (REWE-Hallen) für eine weitere Ausweisung als Gewerbegebiet an. Im Bereich Gailhof östlich des Neuen Hessenwegs bis zur A 7 sollte nach Vorstellung von FDP und Bündnis C unverzüglich mit der Einleitung der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes begonnen werden. Dies wird einige Jahre dauern, da zwischen der Ackerfläche und der Wiese nördlich der L 310 Waldflächen liegen, die „umgewandelt“ werden müssen. Erik van der Vorm weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er bereits seit 1996 für die Ausweisung dieser Flächen als Gewerbegebiet eintritt. So ist im Ratsprotokoll vom 12. Februar 1996 festgehalten, dass van der Vorm bemängelte, dass nach seiner Auffassung wirksame Konzepte im Bereich Gewerbe fehlten und dass dadurch Arbeitsplätze verloren gegangen seien. Insbesondere die heimischen Firmen müssten mehr gefördert werden, mahnte der FDP-Politiker wie gesagt bereits vor 23 Jahren.
Dann verfolgt die Grupe die Ausweisung eines Gewerbegebiets für sogenannte Kleingewerbebetriebe südlich der K 101 in Bissendorf und zwar in einer Breite, die eine zweizeilige Bebauung in südlicher Richtung ermöglicht. Die Fläche in Bissendorf ist für eine Ansiedlung von sogenanntem Kleingewerbe besonders geeignet. Auch hier sollte mit der Einleitung der Verfahren unverzüglich begonnen werden, da der auszuweisende Teil zunächst aus dem Landschaftsschutzgebiet entlassen werden muss.
Und schließlich regen FDP und Bündnis 90 aus genau diesem Grund an, die Verwaltung zu beauftragen, im Hinblick auf die Ausweisung neuer Gewerbegebiete die Landschaftsschutzgebiete neu zu ordnen, um überhaupt noch die Möglichkeit der Ausweisung neuer Gewerbegebiete an geeigneten Standorten zu ermöglichen.