Betriebsbesichtigung der CDU bei RegioBus

Mitglieder des CDU Ortsverband Wedemark bekommen von Rüdiger Hagen, dritter von rechts eine Führung durch Räume und Werkhallen von regiobus Mellendorf. Foto: E. Rodenbostel

Flexibilität und zwei freie Ausbildungspläze

Mellendorf (er). Weiter geht es auf der Sommertour des CDU Gemeindeverbandes. Nun stand die Besichtigung des Betriebshofes der regiobus GmbH in Mellendorf auf dem Programm. Rüdiger Hagen, Betriebsleiter in Mellendorf zeigte „den schönsten und kleinsten Regio-Hof“, wie er sagte.
Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit etwa 70 Fahrer und einige Mitarbeiter in Reinigung und Verwaltung. „Bei uns müssen die Reinigungsarbeiter einen Busführerschein besitzen“, erläuterte Rüdiger Hagen. „Die Busse werden vom Parkplatz in die Waschanlage und zur Innenreinigung gefahren und anschließend wieder auf dem Parkplatz abgestellt.“ Die Innenreinigung erfolgt täglich, die Außenreinigung nach Bedarf.
Normale Busse haben eine Länge von zwölf Metern, Gelenkbusse im Moment 18, 75 Meter. Für den Einsatz im Schülerverkehr sind auch Busse mit Anhänger im Einsatz. Sie können bis zu 350 Personen auf einmal befördern.
Ein weiteres Thema war die Elektromobilität. Neben den doppelt so hohen Anschaffungskosten für einen Bus und fehlende „Tankstellen“ gibt es noch das Problem, dass die Zeiten zum Aufladen der Batterien noch zu lang sind und die Strecken, die von den Bussen an einem Tag zurückgelegt werden zu weit. Es werden ca. 200 Kilometer pro Strecke gefahren, die Gelenkbusse kommen ohne Klimaanlage maximal 150 Kilometer. Regiobus hat sich mit der ÜTRA zusammen getan und versucht nun Fördergelder für die Neuanschaffung von elektrobetriebenen Bussen zu bekommen.
Zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens erklärte der Leiter der Unternehmenskommunikation, Tolga Otkun: „Wir haben einen neuen Dienstleistungsvertrag erhalten und können den Mitarbeitern für weitere zehn Jahre Arbeit garantieren. In der gesamten Region befördert regiobus 27 Millionen Fahrgäste bei 120 Buslinien. In der Wedemark sind es 20 Buslinien, die unter anderem 1900 Schüler befördern.“ In diesem Zusammenhang wies er auf die Schüler als Busbegleiter hin, die ab der achten Klasse helfen können, Konflikte zu schlichten. Zum Thema Schule erläuterte Tolga Otkun: „Es gibt die Möglichkeit Sonderfahrten bei regiobus anzumelden. Dies gilt besonders für Schulfeste oder verkürzte Schultage. Dann kann auch das Busunternehmen gezielt auf besondere Schüleraufkommen reagieren und mehr Busse zur Verfügung stellen.“
Die Möglichkeit die Fahrräder zu inzwischen erweiterten Zeiten mitzunehmen wurde ebenso besprochen wie die Absage an Alkoholkonsum während der Busfahrten. Ein externer Sicherheitsdienst und Videoüberwachungen sorgen für Fahrgastsicherheit. Weitere Pluspunkte bei regiobus sind die maximal zwölf Jahre alten Busse. Jährlich werden 25 neue Busse gekauft und die Älteren abgegeben, so erhält sich der Bestand von 250 eigenen Bussen.
„Ziel des Unternehmens ist es die Fahrten so effektiv wie möglich zu machen. Wir fahren 6000 Fahrten an einem Tag und haben in Mellendorf 30 Busse zur Verfügung. Dazu bieten wir an dieser Stelle zwei Ausbildungsplätze an, die noch bis September besetzt werden können“, erklärte Tolga Otkun.