BfW zu „Airport-West“

Bernd Schützendübel zeigt auf der Karte, welches Gebiet betroffen ist.

Bedenken und Anregungen zu F-Planänderung

Bissendorf-Wietze. Birgit Weikum und Bernd Schützendübel von Bürger für die Wietze haben gegenüber der Presse ihre Bedenken und Anregungen aufgrund der öffentlichen Auslegung des B-Plan Nr. 712, „Airport-West“ 89. Flächennutzungsplanänderung publik gemacht: „Zuerst möchten wir betonen, wir, die BfW sind gegen übertriebene Lärmbelästigung, aber nicht gegen den Flughafen und seine Jobs“, erklärten die BfW-Vertreter und erläuterten die Ist-Situation: Nach Planfeststellungsbeschluss aufgrund des Luftverkehrsgesetzes wurde vor etwa zehn Jahren ein WCC (World Cargo Center) genehmigt. Es handelt sich um rund zehn Hektar und 75.000 m² Hallenfläche die jederzeit bebaut werden kann.
Zur Zeit stellt die Stadt Langenhagen einen Bebauungsplan (B- Plan Nr. 712), für weitere zehn Hektar und 75.000 m² Hallenfläche auf. Dieser Bebauungsplan lag bis zum 15. August öffentlich aus. Der BfW sei bekannt, dass Bürger aus der Wedemark Bedenken gegen diesen Plan vorgetragen haben. Der Flughafen habe inzwischen für etwa 14 Millionen Tunnel und Straße fertig gestellt, die das heutige Flughafengelände mit dem geplanten WCC verbindet, was, direkt an die im Bebauungsplan B 712 ausgewiesenen weiteren ca. 75.000 m² anschließt. Die BfW wolle auf keinen Fall den Flughafen als wichtigen Standortfaktor der Region infrage stellen. Aber bauliche Erweiterungen und Änderungen müssten die Belange der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften in angemessener Weise berücksichtigen. Aufgrund der aktuellen Pläne sei zu befürchten, dass ein weiteres großes Luftfrachtzentrum entstehen werde, das den Luftverkehr erheblich erhöhen werde. Hiervon wären besonders die Gemeinde Wedemark und die Ortschaft Bissendorf-Wietze betroffen.
Dabei sei zu berücksichtigen, dass der größte Teil als Nachtflug zu erwarten ist und aktuell etwa 30 bis 40 Nachtflugbewegungen stattfinden. Es würde sich dann eine Verzehnfachung der augenblicklichen Nachtflüge oder auch der Fluglärmbelästigung ergeben. „Das ist unvorstellbar und unakzeptabel“, so die BfW-Vertreter. Sie fordern: „Dem Bebauungsplan muss eine Flächenberechnung und ein Bebauungsentwurf beigefügt werden. Die aktuellen Informationen sind lückenhaft und unzureichend Bedenken und Anregungen vorzubringen. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan B 712 muss wiederholt oder verlängert werden. Es muss eindeutig schriftlich definiert sein, dass Waren aus dem Bereich des B-Plan 712 nicht als Luftfracht per Flugzeug transportiert werden und auch nicht aus dem Bereich des B-Plan 712 in das World Cargo Center transportiert werden, um von dort als Luftfracht, per Flugzeug verladen zu werden. Die BfW wundert sich, „dass die Politik in der Wedemark dieses Thema bisher in seinen Auswirkungen für die Bürger nicht erkannt hat und fordert die Parteien im Rat der Gemeinde auf, sich in das Verfahren einzuschalten und Schaden von der Gemeinde abzuwenden“.