Bibliothek in Mellendorf nicht bekannt

Seniorenbeiratssprecher Rolf Reupke im Gespräch mit Bibliothekarin Martina Popan. Foto: A. Wiese

Seniorenbeirat hofft auf bessere Bedingungen für Bücherei durch Anbau an Schule

Wedemark (awi). Dass es die Bücherei in Mellendorf noch gibt, wo sie ist und wann sie geöffnet hat, ist nach Ansicht von Bibliothekarin Martina Popan nicht genügend bekannt. Die Büchereileiterin war auf Einladung von Sprecher Rolf Reupke in die Sitzung des Seniorenbeirates gekommen. Die Vertreter der älteren Generation in der Wedemark wollten wissen: Wie ist der Iststand und wie geht es weiter mit der Mellendorfer Bücherei. Ein Kernbestand an Büchern und anderen Medien befinde sich zurzeit in einem Klassenraum des Seitentraktes der Konrad-Adenauer-Schule am Langen Felde, berichtete Popan. Die Bücherei ist von montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet und in den Ferien geschlossen. Dann steht jedoch durchgehend die Bücherei in Bissendorf zur Verfügung. Ausgeschildert ist die Bücherei in der Konrad-Adenauer-Schule nicht, das solle aber im Zuge der Komplettbeschilderung des gesamten Campus W passieren, berichtete Popan. Auch spezielle Parkplätze gibt es nicht. Geplant sei aber ihres Wissens nach, die Bücherei am jetzigen Standort um- und auszubauen, weitere Räume über dem jetzt genutzten Raum dazu zu nehmen und auf dem Rasenstück daneben anzubauen. „350.000 Euro sind in den Haushalt 2012 für die Bücherei eingesetzt. Die Planung soll auch noch in diesem Jahr erfolgen, die Umsetzung in bauliche Maßnahmen jedoch wohl erst 2013, da zurzeit noch einige andere, dringlichere Hochbaumaßnahmen anstehen“, teilte Popan dem Seniorenbeirat mit. Sie sorge dafür, dass auch momentan trotz der beschränkten räumlichen Verhältnisse immer aktueller neuer Lesestoff vorhanden sei, versicherte Popan. Grundlegend aufgestockt werde der Bestand dann nach dem Um- und Anbau. Ein Austausch der Medien mit Bissendorf sei aber ebenso jederzeit möglich wie eine Fernleihe. Aus dem Seniorenbeirat heraus wurde bemängelt, dass mit Nutzung der Räume im Obergeschoss wieder keine Barrierefreiheit gegeben sei. Geschäftsführer Peter Jaax und Sprecher Rolf Reupke formulierten die klare Forderung nach ebenerdigen Büchereiräumen oder einem Fahrstuhl ins Obergeschoss, um auch älteren und behinderten Wedemärkern den Zugang zur Bücherei zu ermöglichen.
Außer Martina Popan war auch Jana Phillips vom Pflegestützpunkt Burgdorfer Land der Region Hannover im Seniorenbeirat zu Gast und berichtete vom Pflegestützpunkt im Burgdorfer Rathaus, der auch für die Wedemark zuständig ist. Einmal im Monat solle jedoch auch eine Beratung vor Ort im Wedemärker Rathaus realisiert werden. Auch Vorträge in der Wedemark seien geplant.