Bienenschwarm auf dem Schulhof

Mit einem Handfeger fegte Cord Hemme den Bienenschwarm in einen Eimer. Foto: A. Wiese

Hausmeister und Imker Cord Hemme fing Insekten fachgerecht ein

Brelingen (awi). Wie praktisch, wenn eine Grundschule einen Hausmeister hat, der in seiner Freizeit Imker ist. Vor allem, wenn man einen Bienenschwarm auf dem Schulhof entdeckt, und keinen kleinen. In der Grundschule Brelingen gab es am Dienstag für die Schüler praktischen Biologieunterricht – mit dem sinnvollen Nebeneffekt, dass die Schüler, die hier aufmerksam zuhörten, bestimmt nicht beim Anblick einer Biene gleich in Panik ausbrechen. Denn Ruhe und Geduld, das konnte sie bei Cord Hemmes Einfangmanöver beobachten, sind die Basis dafür, mit den fleißigen Insekten gut auszukommen. „Rund 25.000 Bienen" schätzte Hausmeister Cord Hemme hatten sich an einem Weinrankenspalier auf dem Schulhof zu einem Schwarm versammelt und hingen dort in einer Traube. „Offensichtlich Bienen aus einem anderen Schwarm, die gerade dabei sind, einen neuen Schwarm zu bilden", stellte der Imker fachkundig fest. Nachdem er die Schüler mit rotweißem Absperrband auf genügend Sicherheitsabstand verwiesen hatte, fegte Hemme in seiner weißen Imkermontur die Bienen mit einer Art Handfeger in einen Eimer und kippte sie, in der Hoffnung, die Königin mit erwischt zu haben, vor eine Bienenkiste. Jetzt hieß es warten und hoffen, dass die meisten Bienen samt Königin in die Kiste gehen. „Dann setze ich sie in die Nähe anderer Völker", erklärte Hemme. Zuvor beantwortete er aber noch geduldig die Fragen der Kinder und zeigte ihnen auch eine Biene von nahem. Dass sich ein Stich manchmal trotz aller Vorsicht nicht vermeiden lässt, musste Hemme jedoch auch am eigenen Leib erleben. Ohne mit der Wimper zu zucken, zeigte er jedoch den Kindern den in seiner Hand steckenden Stachel samt Giftblase und erklärte, dass er den Stich natürlich merke, er für ihn aber nicht weiter gefährlich sei, die Biene jetzt jedoch sterben werde.