Brelinger Berg weiter Thema

„Regierung versucht sich um Antworten zu drücken“

Wedemark. Normale Verwaltungsvorgänge sollen nach Darstellung der Landesregierung zu der überraschenden Planung zur Zerstörung des Brelinger Berges geführt haben, so die Antwort auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Marco Brunotte (SPD) und Enno Hagenah (Grüne). Die beiden Oppositionspolitiker halten das für komplett unglaubwürdig und werfen der Landesregierung deshalb vor sich um eine ehrliche Antwort herumzudrücken.
Brunotte: „Der normale Verwaltungsvorgang ist, dass sich die Landesbehörden vor der Konsultation der regionalen Gebietskörperschaften über einen Vorschlag des Landes zur Neufassung des Landesraumordnungsprogrammes verständigen. Das bei Wirtschaftsminister Bode angesiedelte Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie kann nicht in der Schlussrunde auf völlig neue Ideen gekommen sein, die bei der Aufstellung des Verwaltungsvorschlages noch nicht untersucht waren. Das ist komplett unglaubwürdig.“ Hagenah: „Rohstoffsicherheit ist ein sehr langfristiges Geschäft. Gerade bei Sand und Kies sind die Vorkommen und der Bedarf keine Erkenntnisse der letzten Monate, sondern die Sachverhalte liegen seit vielen Jahren auf dem Tisch. Deshalb bleibt das Geschmäckle, dass die Landesregierung hier in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zugunsten eines einzelnen Unternehmers unwiederbringlichen Naturraum der Zerstörung preis geben wollte.“ Die beiden Oppositionspolitiker werden den Sachverhalt weiter verfolgen und weisen darauf hin, dass in der Antwort ausdrücklich offen gehalten wird, ob der Durchstoß des Berg-
rückens nicht noch zu einem späteren Zeitpunkt von der Landesregierung wieder in das Verfahren geholt wird. Ihre Aufforderung an die Ratsmitglieder und die betroffenen Bürger: „Wir müssen weiter auf den Berg aufpassen. Die Gegenseite hat den Durchstoß nur aufgeschoben, aber leider noch nicht auf Dauer aufgehoben!“