Bürger demonstrieren gegen Umleitungsverkehr

Maggie Garland freut sich als Sprecherin der verkehrsbedingt leidgeplagten Gailhofer, dass so viele Bürger zum Treffen mit den CDU-Landtagsabgeordneten gekommen sind. Foto: B. Stache
 
Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefeld (von rechts) und Editha Westmann sind nach Gailhof gekommen, um sich von Maggie Garland die Umleitungs-Verkehrssituation schildern zu lassen. Foto: B. Stache

CDU-Landespolitiker hören sich Sorgen und Nöte zur Verkehrssituation an

Gailhof (st). „Wir fordern für die K107 ein LKW-Verbot“, lautete eine der Forderungen, die Maggie Garland am Montagnachmittag den beiden CDU-Landtagsabgeordneten (MdL) Editha Westmann und Kai Seefried, der auch Generalsekretär der CDU in Niedersachsen ist, mit auf den Weg gab. Die Abgeordneten hatten sich mit der Sprecherin der Gailhofer Einwohner, die sich gegen die Dauerbelastung durch Umleitungsverkehr von der Bundesautobahn A7 wenden, in Gailhof getroffen. „Ich bin überwältigt, dass so viele gekommen sind“, zeigte sich Editha Westmann überrascht von der großen Bürgerbeteiligung. Zirka 60 überwiegend verkehrsbedingt leidgeplagte Gailhofer nahmen an dem Treffen teil. „Ich wollte Herrn Seefried auf seiner Sommertour hier in Gailhof einmal die Situation zeigen und erklären, unter was Sie hier wirklich zu leiden haben“, erklärte Westmann. Sie beschrieb zunächst den seit Jahren die Bürger belastenden Verkehrsalltag in der Wedemark. „Wenn dann noch dieser Umleitungsverkehr dazukommt, ist das wirklich eine dramatische Situation.“ Eine Maßnahme zur Verringerung der Probleme sieht die Landtagsabgeordnete in gezielten Verkehrsdurchsagen, wenn es wieder einmal zu Staus auf der A7 kommt. „Bleiben Sie auf der Autobahn, die Umleitungsstrecken durch die Wedemark sind überlastet“, sollte es dann im Autoradio zu hören sein. Kai Seefried forderte die Anwesenden auf, ihm Vorschläge und Wünsche vorzutragen. „Wir wollen zuhören“, versicherte er. In einem ersten Statement beklagte ein Einwohner, dass lange nichts geschehen ist, obwohl der Autobahnausbau bekannt gewesen sei. So hätten nach seiner Einschätzung die Umleitungsstrecken zur Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs vorbereitet werden müssen, unter anderem durch besseren Straßenbelag und Befestigung der Gullideckel. Beanstandet wurden auch die vom Schwerlastverkehr stark beschädigten Banketten entlang der L310 im Bereich Gailhof und K107 Richtung Elze. Maggie Garland dankte zunächst Editha Westmann für ihre Unterstützung und trug anschließend aus einem Forderungskatalog vor. „Wie werden die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durch neu aufgestellte Verkehrsschilder durchgesetzt?“, lautete ihre erste Frage. Seit dem Montag stehen in Gailhof Tempo-30-Schilder mit dem Zusatz „20-6 h“. Lastkraftwagen fahren oft über den Fußweg an der Celler Straße und auch an der K107, bemängelte Garland. „Hier ist es besonders gefährlich, da lediglich ein Trampelpfad besteht, der nicht breit ist. Diese Wege sind Schulwege.“ Vor herannahenden LKW müssten Kinder ins Gebüsch oder auf eine Mauer springen, beschrieb die Bürger-Sprecherin die Situation vor Ort. Ein weiteres Ärgernis mit hohem Unfallpotential sei häufig an der Fußgängerampel in Gailhof zu beobachten, bestätigten einige Einwohner: Immer wieder missachteten PKW- und LKW-Fahrer die Signalanlage und führen bei Rot weiter. Die Sicherung der Schulwege sei eine Hauptforderung des bürgerlichen Protests sowie das Durchsetzen der Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Umleitungsstrecken, erklärte Maggie Garland. Sie forderte zudem das Aufstellen von Ampeln in den Ortschaften entlang der K107 sowie Emissionsmessungen. „Wir brauchen schnell Maßnahmen, die den LKW-Verkehr hier aus der Wedemark herausnehmen“, fasste Editha Westmann zusammen. Ihr sei der LKW-Fahrer im Stau auf der Bundesautobahn lieber, als auf den Umleitungsstrecken in der Wedemark, bekräftigte die CDU-Landtagsabgeordnete. Sie hatte sich mit dem Thema Umleitungsverkehr in der Wedemark auch schon an Bernd Althusmann gewandt, den Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.