Bürgerinitiative wirbt im Rat um Unterstützung

Negenborner dringen auf eine Lösung der Verkehrsproblematik in ihrem Ort

Negenborn (awi). Eine Frage, wie es die Bürgerfragestunde eigentlich verlangt, war das, was Alex Gramüller und Svenja Reuter am Montagabend im Rat vor Eintritt in die öffentliche Tagesordnung vortrugen, nicht, aber eine dringende Bitte an Politik und Verwaltung um Unterstützung. Gramüller und Reuter sprachen für die Bürgerinitiative Negenborn, die nach einer Lösung für die Verkehrsbelastung von mehreren tausend Fahrzeugen am Tag suche. So bekämen die Negenborner auch die Auswirkungen der Brückensperrung im Zuge der Bundesstraße 6 in Neustadt am Rübenberge zu spüren. Messungen mit den Smiley-Geräten der Gemeinde in den letzten Wochen hätten ergeben: Mehr als 46 Prozent der Autofahrer überschreiten in der Ortsdurchfahrt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Die Querung der Landesstraße sei höchst gefährlich, nicht nur für Kinder. Dazu komme die Lärmbelastung durch den Lastwagen-Verkehr. Die Mitglieder der Bürgerinitiative seien sich der Tatsache bewusst, dass es sich um eine Landesstraße handele, aber
sie trugen Bürgermeister Helge Zychlinski und dem Rat die dringliche Bitte vor, sie bei ihren Bemüh-ungen um eine Querungshilfe, möglicherweise eine Bedarfsampel und Geschwindigkeitsmessgeräte zu unterstützen. Wie erwartet antwortete Bürgermeister Helge Zychlinski auch, „dass wir als Gemeinde die Entscheidung nicht alleine treffen können, aber versuchen werden, beim Land für Verbesserungen zu werben“. So sei als Ziel im Haushalt 2018 sehr wohl vorgesehen, sich beim Land für Abhilfe einzusetzen. Allerdings werde die Gemeinde nicht an Landessstraßen Ampeln oder Umbauten finanhzieren. Möglicherweise könne jedoch das Land auch mit geringen Mitteln Verbesserungen erreichen.