Bürgermeister auf Sommertour

Heimleiterin Helga Müller-Isernhagen (rechts) und Pflegedienstleiterin Stefanie Unger heißen Bürgermeister Helge Zychlinski auf seiner Sommertour im Seniorenpflegeheim Stadtgarten willkommen. Foto: B. Stache

Helge Zychlinski zu Besuch im Seniorenpflegeheim Stadtgarten in Bissendorf

Bissendorf (st). Bürgermeister Helge Zychlinski hat am Dienstagvormittag im Rahmen seiner Sommertour das Seniorenpflegeheim Stadtgarten in Bissendorf besucht. Dort wurde er von Heimleiterin Helga Müller-Isernhagen und Pflegedienstleiterin Stefanie Unger begrüßt. Helge Zychlinski kennt das Heim schon von früheren Besuchen – erstmals 2013 während seines Wahlkampfs für das Bürgermeisteramt, zwei Jahre später beim Richtfest für einen Anbau sowie von Besuchen anlässlich höherer Geburtstage der Heimbewohner. Jetzt wolle er sich einen Eindruck vom fertiggestellten Anbau machen, begründete der Bürgermeister seinen Sommertour-Besuch. Seine erste Frage nach der Auslastung des Seniorenpflegeheims Stadtgarten beantwortete die Heimleiterin mit „Sehr gut“. Insgesamt 52 Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner des Hauses mit seinen 93 Pflegeplätzen – darunter auch Plätze für eine Kurzzeitpflege. „Wir haben hier eine Dame, die ist schon über zehn Jahre bei uns“, berichtete die Pflegedienstleiterin. Der Bürgermeister machte im Gespräch deutlich, dass auch in der Wedemark der Anteil an älteren Menschen steigt. „Das heißt auch, dass der Anteil derer, die von Pflegebedürftigkeit betroffen sein können und betroffen sind, ansteigt.“ Dazu sei ein gesunder Mix aus stationärer und ambulanter Pflege erforderlich. „Insofern freue ich mich, dass wir mittlerweile eine gute Anzahl an stationärer Pflege in der Wedemark haben“, erklärte Helge Zychlinski. Nach seiner Einschätzung seien aber auch andere Pflegeformen wie beispielsweise die Tagespflege von Bedeutung. „Wir können unserer Bevölkerung – auch perspektivisch – einen guten Mix anbieten, wenn es darum geht, im Alter in der Wedemark zu leben“, so der Bürgermeister. Heimleiterin Helga Müller-Isernhagen sprach auch das Problem an, qualifiziertes Personal für Pflegeeinrichtungen zu gewinnen. Da es auf dem „deutschen Markt“ so gut wie keine Pflegekräfte gäbe, hätte sich ihre Leitung vor einigen Jahren dazu entschlossen, ausländische Pflegekräfte einzustellen. „Seit drei Jahren haben wir indische Fachkräfte. Sie machen erstmal einen siebenmonatigen Intensiv-Sprachkurs. Dann muss deren Examen anerkannt werden. Sie sind von Hause aus Gesundheits- und Krankenpfleger, aber in Deutschland wird das nicht automatisch anerkannt“, beschrieb Helga Müller-Isernhagen die Vorgehensweise. Die indischen Fachkräfte können erst eingesetzt werden, wenn das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie – Außenstelle Lüneburg – nach Prüfung aller Voraussetzungen ihnen das entsprechende Zertifikat ausgestellt hat. Nach dem einführenden Gespräch setzte der Bürgermeister seine Sommertour mit einer Besichtigung des Seniorenpflegeheims Stadtgarten fort.