Bürgermeister half bei Schulfrühstück

Bürgermeister Tjark Bartels zollte den Frühstücksmüttern seine hohe Wertschätzung, indem er ihnen bei der Vorbereitung und der Ausgabe der Leckereien fleißig half. Foto: H. H. Schröder

Tjark Bartels löste sein Versprechen ein – Wertschätzung für ehrenamtlichen Einsatz

Mellendorf (hhs). Die so genannten Frühstücksmütter gibt es nun im 21. Jahr am Schulzentrum in Mellendorf. Die Damen arbeiten ehrenamtlich immer morgens mit Ausnahme der Ferien. Sie schmieren und belegen Brötchen, sorgen für gesunde Vollkornkost, Brote mit Quark und frischem Gemüse oben drauf, vitaminreiche Obstspieße und vieles mehr. Im neuen Schulzentrum haben sie einen schmucken Tresen mit dahinter liegendem Zubereitungsbereich erhalten, alles schön hell, neu und am zentralen Ort in dem Neubau gelegen. Jeden Morgen arbeiten vier oder fünf fleißige Damen und sorgen für die Frühstücksverpflegung für Schüler wie Lehrer. Am Donnerstag erhielten sie unerwartete Hilfe: Bürgermeister Tjark Bartels hatte sich angesagt, nicht etwa eines Brötchens wegen: Er wollte bei der Vorbereitung helfen, um den Frühstücksmüttern seine hohe Wertschätzung für ihren täglichen Einsatz hinter dem Tresen zu vermitteln. Der Hauptansturm am Frühstückstresen beginnt immer morgens um 9.40 Uhr mit der großen Pause. Kaum ist der Gong erklungen, strömen die Schülerinnen und Schüler dorthin, um für kleines Geld gesund den Hunger zu stillen. Bürgermeister Bartels war natürlich weitaus früher da, um selbst Hand an zu legen an Brötchen, Brot und allem anderen. Die Damen wiesen ihm eine verantwortungsvolle Aufgabe zu: Bartels sollte die Obstspieße herstellen. Das Obst war geschnitten, er musste die verschiedenen Arten, Apfel, Birne, Südfrüchte und alles andere auf die Spieße stecken und immer schön darauf achten, dass die Fingerkuppen heil blieben. Das gelang, voller Hochachtung lobten die Damen ihren Bürgermeister, der offenbar über einige Kenntnisse der Küchenarbeit verfügte. Dann aber, mit dem Gongschlag, war Tjark Bartels voll in seinem Element: Er wurde mit dem Kassieren betraut. Neben ihm lag eine Preisliste zur rechten, zur linken Seite die Kasse mit dem Wechselgeld. Der Bürgermeister, der in seinem Arbeitsalltag mit den eher mehrstelligen Summen umgehen muss, kam auch mit den Cent-Beträgen gut klar und wurde selbst bei starkem Ansturm auf die Leckereien nicht nervös. Am Ende soll es dann keinen Fehlbetrag gegeben haben. „Er macht das gut“, so das einhellige Urteil der Frühstücksfrauen, „er darf jederzeit wieder kommen“. Zum Dank erhielt der Bürgermeister eine flotte gelbe Schürze mit der Aufschrift „Die Frühstücksmütter“.