Bürgermeister unterzeichnet „Kinderpolitischen Zwischenruf“

Wedemark. Als eine von 35 Kinderfreundlichen Kommunen fordert die Gemeinde Wedemark dazu auf, Kinderinteressen in der Pandemie stärker in den Blick zu nehmen. Im Krisenmanagement der Gemeinde kommt den Belangen von Kindern und Jugendlichen eine wesentliche Rolle zu. Kinderrechte finden in der Gemeinde Wedemark besondere Beachtung. Das hat Bürgermeister Helge Zychlinski mit der Unterzeichnung des „Kinderpolitischen Zwischenrufs“ bekräftigt: Gemeinsam mit den anderen 34 (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern der Kinderfreundlichen Kommunen fordert er, die Belange von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien in Pandemiezeiten verstärkt in den Blick zu nehmen. „Als Kinderfreundliche Kommune orientieren wir uns an den Bedarfen und Interessen von Kindern und Jugendlichen“, bestätigt der Bürgermeister. „Kinderrechte nehmen im Krisenmanagement der Gemeinde einen hohen Stellenwert ein.“
Die Gemeinde hat mit angepassten Unterstützungs- und Freizeitangeboten auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie reagiert. In der Jugendhalle betreute Personal vormittags bis zu zwölf Jugendliche im Homeschooling. „Mit dem Angebot unterstützen wir Jugendliche ergänzend zu den Schulen bei Sprachbarrieren oder technischer Ausstattung“, erklärt Ellen Bruns, Leiterin der Lenkungsgruppe Kinderfreundliche Kommune. Auch die Jugendeinrichtungen seien während der gesamten Pandemie offengeblieben. „Um sichere Freizeitangebote zu garantieren, haben wir Aktivitäten im Außenbereich ausgeweitet und Spielgeräte beschafft“, so Bruns.
Zahlreiche Maßnahmen aus dem Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune verfolgt die Gemeinde aktiv unter Pandemiebedingungen weiter. Das Forum Kinderrechte findet online statt: Jugendliche diskutieren hier ihre Interessen mit Vertretenden aus den politischen Gremien und den pädagogischen Einrichtungen. Besonders sind jedes Jahr die Aktionen der Gemeinde zum Tag der Kinderrechte. 2021 sprachen die Schülerinnen und Schüler des Schulgeländes in Mellendorf mit der mobilen Speak-Up-Box über Kinderrechte, ihre Antworten wurden auf Video festgehalten. Auch die Außengestaltung des Campus W schreitet voran. „Entscheidend ist, die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche auch langfristig im Blick zu behalten. Dafür müssen wir unsere soziale Infrastruktur ausbauen“, betont Helge Zychlinski und appelliert: „Hier stehen auch Land und Bund in der Pflicht, als Kommune können wir nicht alle Ausgaben alleine stemmen.“
Seit Januar 2017 trägt die Gemeinde Wedemark das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel zeichnet Kommunen aus, die sich engagiert für die UN-Konvention über die Rechte des Kindes einsetzen. Im April 2021 wurde das Siegel feierlich auf weitere drei Jahre verlängert.