Bürgertelefon dokumentiert Anrufe

Die Gemeinde erreichen nicht so viele Nachfragen wie beim ersten Lockdown

Wedemark (awi). Jetzt gehen auch in der Wedemark die Corona-Zahlen und damit auch der Inzidenzwert kontinuierlich nach oben: Am Donnerstagnachmittag waren es 52 aktuell Infizierte und ein Inzidenzwert von 138,4 bei 168 Infektionen seit Beginn der Pandemie insgesamt. Damit gehört die Wedemark zu neun von 20 Umlandkommunen in der Region Hannover mit einem Inzidenzwert über 100 und liegt über dem Inzidenzwert der Landeshauptstadt (129,4).
Für Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski ist das aber noch keine Grund zu übergroßer Sorge, noch sei das Anwachsen der Zahlen absehbar gewesen und liege auch in der Wedemark im Trend, so der Bürgermeister in seiner wöchentlichen Skype-Pressekonferenz am Donnerstag. Er rechnet damit, dass auch in der kommenden Woche an Gymnasium und IGS weiterhin das Szenario B mit geteilten Lerngruppen greift. Nach wie vor habe es im Bereich der Wedemärker Grundschulen nur einen Infektionsfall gegeben, der aber keine Quarantäneanordnung für andere Schüler nach sich gezogen habe, weil der betroffene Schüler im in Fragenkommenden Zeitraum keinen Kontakt mit anderen Schülern gehabt habe.
Seit Beginn des zweiten Lockdowns verzeichne die Gemeinde ein hohes Aufkommen an Nachfragen von unterschiedlichstenStellen an ihrem wieder geschalteten Bürgertelefon, berichtete der Bürgermeister. Er wies darauf hin, dass die Mitarbeiter am Bürgertelefon alle Anrufe und Nachfragen inklusive der Antworten dokumentierten. So könne er auch mit Gewissheit sagen, dass der Mitarbeiter am Bürgertelefon auf Nachfrage eines Kosmetikstudios, ob Mode und Kosmetikprodukte verkauft werden dürften und wo welche Fördermittel zu beantragen seien, nicht grundsätzlich an das Bundeswirtschaftsministerium verwiesen habe. „Vielmehr ist der Dokumentation zu entnehmen, dass die Fragen zum Produktverkauf beantwortet wurden und lediglich für branchenspezifische Förderanfragen die Nummer des Bundeswirtschaftsministeriums weitergegeben wurde“, betonte Zychlinski. Die Mitarbeiter im Rathaus betreuten das Bürgertelefon neben ihren anderen Aufgaben und seien sehr engagiert, so der Bürgermeister.Natürlich sei es gerade für die kleineren Unternehmen schwierig, sich im Dschungel von Verfügungen und Anordnungen zurecht zu finden, doch vor dem Beitrag der Kollegen am Bürgertelefon habe er höchsten Respekt, so Zychlinski. Fragen, die sie nicht sofort beantworten könnten, würden kurzfristig geklärt und dann erfolge in der Regel ein Rückruf. In Spitzenzeiten im Frühjahr hätten das Rathaus durchaus 25 Anrufe täglich erreicht, jetzt seien es seit Anfang November zwischen fünf und zehn am Tag. Dazu kämen E-Mails. Viel laufe aber auch direkt bei Wirtschaftsförderin Antonia Hingler auf, die neue Informationen regelmäßig an mehrere hundert Unternehmen in der Wedemark per Newsletter verteile.
Kaum betroffen sei die Wedemark von der Maskenpflicht in Einkaufszentren und Einkaufsstraßen, weil es solche in der Wedemark nicht gebe. „Wir haben imRathaus schon mal überlegt, welche Straßen wir nennen würden, wenn wir es konkretisieren müssten, aber in der Wedemark ist die allgemeine Maskenpflicht auf öffentliche Gebäude, Schule, die Bahnhöfe, Haltestellenbereiche und Geschäfte begrenzt“, erklärte der Bürgermeister.