Bundeswirtschaftsminister in Wennebostel

Gut gelaunt: Daniel Sennheiser (von links), Peter Altmaier und Andreas Sennheiser beim Fototermin im Sennheiser Store in Wennebostel. Foto: B. Stache
 
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (von rechts) wird von Daniel und Andreas Sennheiser freundlich begrüßt. Foto: B. Stache

Andreas und Daniel Sennheiser begrüßen Peter Altmaier auf seiner Mittelstandstour

Wennebostel (st). Im Zuge seiner dreitägigen Mittelstandsreise besuchte Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, am Donnerstagvormittag den Audiospezialisten in der Wedemark, Firma Sennheiser in Wennebostel. Der Minister und seine Delegation wurden von den beiden Geschäftsführern und Brüdern Andreas und Daniel Sennheiser im Theater des Unternehmens herzlich begrüßt. Zahlreiche Sennheiser Mitarbeiter waren dort versammelt. Daniel Sennheiser stellte dem Bundeswirtschaftsminister zunächst das in dritter Generation geführte Familienunternehmen vor. „Die Zukunft der Audiowelt zu gestalten, das ist das, wofür Sennheiser steht, das ist das, was uns treibt seit der Gründung vor fast 75 Jahren“, erklärte der Geschäftsführer. Aus diesem Antrieb heraus seien immer wieder Produkte entstanden, die Meilensteine in der Geschichte der Audiowelt sind. Dazu nannte Daniel Sennheiser als Beispiele den 1968 entwickelten Kopfhörer HD414, damals eine Revolution, das erste drahtlose Mikrofon oder das Richtrohrmikrofon, das die Filmindustrie revolutioniert habe. Weltweit arbeiten heute zirka 2800 Mitarbeiter für Sennheiser, davon etwa 1200 am Standort Wennebostel. Sennheiser zeichne die Freude an der Innovation, der Drang nach Weiterentwicklung, aus. „Wir wollen Dinge entwickeln, erforschen, ausprobieren und die Welt der Audioindustrie neu gestalten“, betonte Daniel Sennheiser. Seine Firma produziere nach wie vor in Deutschland – „Was wir mit Stolz tun“, betonte er. Ein wichtiger strategischer Baustein für die Zukunft seines Unternehmens sei AMBEO. „Das ist ein Technologieprogramm im Bereich 3D-Audio. AMBEO ermöglicht ein völlig neues Hörerlebnis“, versicherte Daniel Sennheiser. Zur Untermauerung seiner Aussagen über das besondere Klangerlebnis mit deutscher Sennheiser-Qualität trug ein kurzer, eindrucksvoller Film bei. „Ich mache jetzt diese Reise, um mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Beschäftigten zu würdigen. Denn sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. 99 Prozent aller Unternehmer seien Mittelständler. Mit Blick auf weltweite Entwicklungen forderte der Minister: „Wir müssen dafür sorgen, dass Hochtechnologie auch in Deutschland eine Heimat behält.“ Es sei Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Firmen wie Sennheiser benötigen – das seien langfristige Klarheit und Planbarkeit sowie richtige Weichenstellung, wenn Veränderungen dies erforderten. „Das können wir nur schaffen, wenn wir im Gespräch bleiben, wenn wir das Gespräch intensivieren“, versicherte Peter Altmaier. In seinem Statement führte Andreas Sennheiser aus, dass der wirtschaftliche Erfolg in Deutschland im Wesentlichen auf der Grundlage von Innovation basiere. Die Agenda 2010 bezeichnete er als Grundlage für unseren Wohlstand in Deutschland. „Wir sind nicht die Günstigsten, aber wir müssen die Innovativsten bleiben“, forderte er. In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte Geschäftsführer Andreas Sennheiser vier Bereiche, die für notwendige Veränderungen und weitere Entwicklungen stehen: Gesetzgebung, Investition, Bildung, sowie Einstellung und Kultur zu Innovation und Chancen. Es brauche steuerliche Rahmenbedingungen und auch Vergünstigungen, die Forschung und Entwicklung in Deutschland ermöglichten und Anreize dazu schafften. Andreas Sennheiser schloss mit den Worten: „Wir sind überzeugte Deutsche und überzeugte Europäer. Die deutsche Innovationspolitik ist somit auch eine europäische.“ Andreas und Daniel Sennheiser luden den Bundeswirtschaftsminister und seine Delegation anschließend zu einem Firmenrundgang ein. In der Fertigung konnte sich Peter Altmaier ein Bild von einer Produktionslinie für Miniaturwandler machen, die bei In-Ear-Kopfhörern Verwendung finden. Die Fertigung des drahtlosen Mikrofonsystems Digital 6000 sowie die Herstellung des HD 820 High-end Kopfhörers standen auf dem Besichtigungsprogramm. Nach zirka zwei Stunden beendete der Bundeswirtschaftsminister seinen Besuch in der Wedemark und setzte seine Mittelstandsreise fort – nächstes Ziel war Bielefeld.