CDU für Grundstücksübertragung

Sven Sobanski (links), Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, und Ortsbürgermeister Daniel Leide beim Pressegespräch in der Montessori- Grundschule „Schule auf Entdeckungsreise“. Foto: B. Stache

Fraktionschef Sobanski betont positive Haltung zur Montessori-Schule

Bissendorf-Wietze (st). Als Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion hatte am Mittwochabend Sven Sobanski die örtlichen Pressevertreter zu einem Pressegespräch nach Bissendorf-Wietze in das Gebäude der Montessori-Grundschule „Schule auf Entdeckungsreise“ eingeladen.
Zu drei aktuellen Fragen in Zusammenhang mit einem möglichen Neubau der Grundschule in Bissendorf-Wietze bezog Sobanski Stellung, um damit die Position der CDU Fraktion im Rat darzulegen. Dies betreffe die weitere Nutzung des Schulgrundstückes und die
Fragen nach einem Dorfgemein-
schaftshaus/-raum sowie einer Bürgerbefragung. Es habe sich gewissermaßen in einem Punkt, der Nutzung des alten Schulgebäudes, eine alte Ansicht der CDU-Fraktion „so ein bisschen“ geändert, erklärte Sobanski und erinnerte daran, dass die CDU vor etwa fünf Jahren gegen die Schließung dieser Grundschule gestimmt habe. „Wir stehen der Frage der Übertragung und des weiteren Betriebs der Montessori-Schule positiv gegenüber und werden das auch befürworten“, so der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende. Einvernehmen mit dem Ortsrat bestehe bezüglich des Wunsches der gemeinsamen oder öffentlichen Nutzung des Grundstückes, zum Beispiel durch Einrichtung eines Kinderspielplatzes. Beim Thema Dorfge-
meinschaftshaus/-raum erinnerte Sobanski daran, dass mit der Schaffung eines eigenen Ortsrates für Bissendorf-Wietze/Wennebostel-Wietze auch der Wunsch nach eigener Identität mit entsprechenden Strukturen einhergeht, beispielsweise durch Gestaltung und Unterstützung des Dorflebens: „Dazu ist es auch notwendig, dass es zumindest Räume gibt, die in irgendeiner Weise öffentlich genutzt werden können.“ Der Ratspolitiker machte deutlich, dass in anderen Ortschaften Einrichtungen wie ein Dorfgemeinschaftshaus immer von Vereinen mit großer Eigenleistung getragen werden und wünschte sich dies auch für Bissendorf-Wietze. „Dass wir ein schlüsselfertiges Haus hinstellen, halte ich zum jetzigen Zeitpunkt schwer vorstellbar“, sagte Sobanski. Auf eine gemeinsame Nutzung des Schulgebäudes angesprochen, das heißt die dortige Einrichtung eines Dorfgemeinschaftsraumes, erklärte er, dass dies aus seiner Sicht momentan schwer vorstellbar sei. Zur Bürgerbefragung auf Ortsratsebene nahm Sobanski ebenfalls Stellung. Es gebe durchaus Bürgerbefragungen, die sinnvoll seien: „Ich halte es zumindest für sinnvoll zu fragen, ob die Bürger von Wietze ein Dorfgemeinschaftshaus wünschen und ob sie bereit wären, dafür eine gewisse Art von Eigenleistung zu erbringen.“ Der Ratspolitiker hatte zuvor deutlich gemacht, „dass es einen Ortsrat gibt, der schließlich auch dafür gewählt ist, Entscheidungen, die den Ort betreffen, zu fällen.“