CDU-Gemeinderatsfraktion on Tour

Die CDU-Gemeinderatsmitglieder erfahren bei ihrem Informationsbesuch in Meitze von Konstanze Beckedorf (dritte von rechts) und Klaus von der Brelie (vierter von rechts) viel Wissenswertes über das Thema Flüchtlinge. Foto: B. Stache
 
Konstanze Beckedorf (links) und Klaus von der Brelie (dritter von links) informieren die CDU-Gemeinderatsmitglieder über die Geschichte und Rettung des historischen Meitzer Schlauchturms. Foto: B. Stache

In Meitze interessieren historischer Schlauchturm und Flüchtlingsthematik

Meitze (st). „Wir möchten die Willkommenskultur, wie sie derzeit in der Wedemark gut ausgeprägt ist, erhalten und weiter ausbauen. Auch dann, wenn weitere Migranten- und Flüchtlingsfamilien hier aufgenommen werden“, erklärte Klaus von der Brelie den Mitgliedern der CDU-Gemeinderatsfraktion. Diese waren am späten Mittwochnachmittag zum Informationsbesuch nach Meitze gekommen, um sich den historischen Schlauchturm und den Spenden-Lagerraum für Flüchtlinge anzusehen, den Klaus von der Brelie für den Runden Tisch Flüchtlinge, Arbeitskreis Spenden, betreut. Die CDU-Fraktion besucht regelmäßig in den Sommerferien Wedemärker Firmen, Einrichtungen und Projekte. „Dabei geht es uns darum, Dinge in Augenschein zu nehmen um zu sehen, wie manche Entscheidungen umgesetzt wurden oder wo noch Handlungsbedarf besteht“, erläuterte Gerhard Menke, stellvertretender Gemeindeverbandsvorsitzender der CDU Wedemark. In Meitze sahen sich die ehrenamtlichen Ratspolitiker das alte Kühlhaus an. Klaus von der Brelie erläuterte den Besuchern die Historie des Gebäudes, das nach seiner Zeit als Kühlhaus lange Jahre von einem Handwerker als Lagerraum genutzt wurde. Heute dient es dem Arbeitskreis um Klaus von der Brelie als Zwischenlager für Möbel und mehr, um sie an Flüchtlingsfamilien weiterzugeben. So wurden dort beispielsweise bereits 30 Fahrräder eingelagert, die Flüchtlingen übergeben werden konnten. „Wir helfen den Menschen, das Leben hier zu erleichtern. Das ist ein Stück Lebensqualität für Flüchtlinge in der Wedemark“, begründete von der Brelie auch mit Blick auf die Unterbringung der geflüchteten Menschen. „Wir möchten die ortsansässigen Vereine und Organisationen mit einbeziehen. Das Thema Willkommenskultur wird ein Schwerpunkt beim Runden Tisch im Oktober werden“, kündigte Klaus von der Brelie an. „Wir haben aktuell zirka 300 Flüchtlinge mit vielen Kindern in der Wedemark. Bei uns leben quer über die gesamte Gemeinde verteilt große Familienverbände“, fügte die 1. Gemeinderätin Konstanze Beckedorf an. „Wir bringen die Menschen in privatem Wohnraum unter“, erklärte sie und dankte Herrn von der Brelie für seine ehrenamtliche Unterstützung. Dank seiner Initiative könnten die Flüchtlingswohnungen ein wenig anheimelnder eingerichtet werden. Derzeit sucht der Arbeitskreis um Klaus von der Brelie vor allem verkehrssichere Fahrräder, Kinderwagen und Schulranzen. Spender können sich mit ihm telefonisch in Verbindung setzen unter (0 51 30) 79 03 27 oder per Email: vdb-meitze@web.de. Die CDU-Besucher erfuhren auch von der guten Zusammenarbeit mit dem Sozialen Kaufhaus Wedemark. Dort können Textilien-Spenden abgegeben werden, die den Flüchtlingsfamilien zugutekommen sollen. Konstanze Beckedorf erinnerte an das interkulturelle Picknick, das am Sonntag, 20. September, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr als Fest der Begegnung auf dem Campus W in Mellendorf stattfindet. „Die Gäste erwartet ein buntes Programm mit viel Musik und Begegnung. Die Aktionen sind teilweise von den Migranten und Flüchtlingen gestaltet. Organisiert wird das Fest von einer Arbeitsgruppe des Runden Tisches Flüchtlinge“, so die 1. Gemeinderätin. Die CDU-Ratsmitglieder hatten sich zuvor den restaurierten Meitzer Schlauchturm angesehen. „Klaus von der Brelie hatte sich mit anderen Bürgern und in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung dafür eingesetzt, dass der Schlauchturm erhalten blieb“, erklärte CDU-Ratsfrau Christiane Lüßmann angesichts des historischen Gebäudes. „Der Schlauchturm ist für mich ein Wahrzeichen von Meitze“, bekannte von der Brelie. Es gab viele Initiativen, die für den Erhalt des alten Turms Geld gesammelt haben. Ein Meitzer Bürger hatte den Schlauchturm als Nistkästen nachgebaut und zugunsten der Aktion verkauft. Heute sind an dem Turm, der von der Freiwilligen Feuerwehr Meitze genutzt und gepflegt wird, zahlreiche Nisthilfen angebracht. Konstanze Beckedorf erläuterte die erforderlichen planerischen und baufachlichen Maßnahmen zur Rettung des historischen Gebäudes, das kurz vor dem Abriss stand. „Heute lagern wir in dem 13,5 Meter hohen Schlauchturm eine historische Löschpumpe von 1877 sowie einen Pulverlöschanhänger aus dem Jahr 1964“, erklärte Hermann Kracke von der Freiwilligen Feuerwehr. Nach der Informationstour lud Christiane Lüßmann alle zum Abendessen zu sich nach Hause ein.