CDU-Politiker besuchen Spedition

Zufriedene Gesichter: Hendrik Hoppenstedt (von rechts) und Tilman Kuban nach dem Gespräch mit Viola, Georg und Hendrik Ebeling. Foto: B. Stache

Hendrik Hoppenstedt und Tilman Kuban informieren sich bei Georg Ebeling

Gailhof (st). Georg Ebeling, Inhaber der gleichnamigen Spedition in Gailhof, konnte im Beisein seiner Ehefrau Viola und seines Sohnes Hendrik am Freitagvormittag zwei CDU-Politiker zu einem Informationsaustausch begrüßen. Der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt – seit März 2018 Staatsminister bei der Bundeskanzlerin – war gemeinsam mit Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union Niedersachsen, nach Gailhof gekommen und hatte um den Gesprächstermin bei dem Logistikunternehmen gebeten, um sich mit einem kompetenten Gesprächspartner wie Georg Ebeling über das Thema Mobilitätspakt 1 der EU auszutauschen. Dieser Mobilitätspakt habe wichtige Weichenstellungen in Europa zur Folge, erklärte Hendrik Hoppenstedt. „Die Firma Ebeling ist eines der Unternehmen in der Region Hannover, die zu den absoluten Marktführern gehören. Es ist manchmal ganz gut, sich mit denen zurückzukoppeln, die es betrifft“, so der Bundestagsabgeordnete. Und Georg Ebeling hatte viele Antworten auf die Fragen des Politikers parat. Dabei ging es unter anderem um die Themen Ruhezeiten für Fahrer von Lastkraftwagen, die ihre wöchentliche Ruhezeit nicht mehr in der Lkw-Kabine zubringen dürfen. Über das sogenannte Heimkehrrecht, das den im internationalen Güterverkehr eingesetzten Fahrern erlaubt, in einem vorgegebenen zeitlichen Rhythmus in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen, wurde ebenso gesprochen wie über „Kabotage“, das Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein ausländisches Verkehrsunternehmen. Auch der Mindestlohn, den in Deutschland eingesetzte ausländische Lkw-Fahrer erhalten müssen, wurde thematisiert. Weitere Gesprächsthemen waren die Versorgung mit schnellem Internet in Deutschland und die Verlagerung von Transporten auf die Bahn. Gesprächsteilnehmer Tilman Kuban, der sich bei der Europawahl am 26. Mai 2019 für einen Sitz im Europaparlament bewirbt, hofft, dass bei der Umsetzung des EU-Mobilitätspakts praktikable Lösungen auch für die Unternehmen in der Region Hannover gefunden werden. Er war darüber hinaus an dem Themenkomplex Brexit, der ebenfalls erörtert wurde, interessiert. „Wir präsentieren uns gerne, aber wir werden auch gerne unsere Sorgen los. Das – glaube ich – habe ich ausreichend getan“, lautete das Fazit von Georg Ebeling. „Ich kommuniziere gerne, dass Güter auf die Bahn gehören, dass die Politik nur die Weichen dafür stellen muss. Je höher ich das anbringen kann, umso besser.“ Zum Brexit erklärte der Unternehmer: „Wir lassen das leidlich unvorbereitet auf uns zukommen, weil es schwierig ist, etwas vorzubereiten.“