CDU versichert Hauptschule Unterstützung

Schulleiter Wilfried Osing (r.) führte die CDU-Fraktion durch die Hauptschule und gab Erläuterungen. Foto: A.Wiese

Ist die Schule Gast im eigenen Haus, wenn die Gemeindebücherei einzieht?

Mellendorf (awi). „Wir wollen die Hauptschule in der Wedemark möglichst lange behalten“, stellte CDU-Fraktionschef Jörg Onnasch bei einem Besuch seiner Fraktion in der Konrad-Adenauer-Schule kürzlich fest und betonte: „Dass die Hauptschule hier so gut aufgestellt ist, liegt an ihrem Schulleiter Wilfried Osing.“ Der führte die Politiker durch die Schule und erläuterte die Raumsituation. „Zurzeit haben wir ausreichend Räume. Eine naturwissenschaftliche Sammlung geben wir an die Realschule ab, dann haben wir immer noch eine. Den frei werdenden Raum können wir als Kunstraum nutzen.“ Im nächsten Schuljahr wird in einem zurzeit noch von der IGS belegten Raum für ein Jahr eine provisorische Bücherei ausschließlich für die Schulen eingerichtet. Im Schuljahr 2012/2013 soll dann die Gemeindebücherei, die bei ihrem Auszug aus dem Schulzentrum im Mai zunächst eingepackt wird, das Erdgeschoss bekommen: Klassenräume und den gesamten Verwaltungstrakt inklusive Lehrerzimmer. Der heutige Eingang zur Hauptschule wird dann nur noch Büchereieingang sein. Die Hauptschule soll ihre Klassenräume dann im Obergeschoss beziehen, dort soll das Lehrerzimmer Platz finden. Wo die Verwaltung und die Schulleitung ihr neues Domizil finden sollen, steht noch nicht abschließend fest, berichtete Osing. Grundsätzlich werde der Raum ausreichen, da die Hauptschule mittelfristig nur noch einzügig sein werde, doch sehe er das Problem bald Gast im eigenen Haus zu sein. „Schüler machen auch Lärm, eine Bibliothek braucht Ruhe“, gab auch die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg zu bedenken. Osing fügte hinzu, dass er dreimal in der Woche die Ganztagsschule im Haus habe. Auch die Zuwegung zu den im Keller befindlichen Räumen Küche und Computerraum werde sich schwierig gestalten. Osing steht mittel- bis langfristig einer Zusammenarbeit mit der Realschule positiv gegenüber: „Wir könnten fruchtbar zusammenarbeiten und dreizügig dann auch wieder eine Auswahl an Wahlpflichtkursen und Arbeitsgemeinschaften anbieten.“ Von Seiten der Gemeinde sei eine Oberschule nicht gewollt, aber man müsse sich Perspektiven offenhalten, so der Schulleiter. Ausdrücklich lobte die CDU-Fraktion den sauberen und gepflegten Zustand der Hauptschule.