Christa Bogenschütz beerbt Schöning

Offenheit, Spaß und Menschlichkeit sollen ihre Arbeit prägen: Christa Bogenschütz freut sich sichtlich auf ihre Aufgabe als Bissendorfer Ortsbürgermeisterin. Foto: S: Birkner

SPD und Grüne: 51-jährige soll Bissendorfer Ortsbürgermeisterin werden

Bissendorf (sb). Christa Bogenschütz wird Ortsbürgermeisterin von Bissendorf. Das gab die dortige SPD-Abteilung am vergangenen Dienstag bekannt. Der überraschende Rücktritt des bisherigen Ortsbürgermeisters Fritz Schöning hatte diese personelle Entscheidung nötig gemacht. Mit der Stimme ihres Koalitionspartners Horst Menze von den Grünen werden die SPD-Ortsratsleute Bogenschütz am kommenden Mittwoch offiziell ins Amt wählen. Menze hat seine Zustimmung bei der Ortsratssitzung am 18. Juli bereits angekündigt.
Entgegen der Erwartung vieler tritt nicht die Ortsabteilungsvorsitzende Christiane Killig Schönings Nachfolge an. Sie begründete ihren Verzicht auf die Kandidatur mit „beruflichen und privaten Gründen“. Reiner Fischer, Pressesprecher der SPD in Bissendorf und Wennebostel, hält das für eine gute Aufgabenteilung innerhalb der Partei. „Wir haben zwei hervorragende Frauen, von denen eine Vorsitzende und die andere Ortsbürgermeisterin ist – mehr können wir uns nicht wünschen“, sagte er.
Bogenschütz betritt mit dem Amt als Ortsbürgermeisterin Neuland. Sie freue sich auf die neue Aufgabe und wolle sie mit menschlicher Offenheit angehen. Die verheiratete Hausfrau hat zwei Kinder und lebt seit 2000 in Bissendorf. Erfahrungen in der Kommunalpolitik sammelt sie sowohl als Orts- als auch als Gemeinderatsmitglied seit Herbst letzten Jahres. Die 51-Jährige war als Elternvertreterin Mitglied verschiedener Gremien und übernahm auch als Gemeindeelternratsvorsitzende Verantwortung.
Ihre Parteifreunde sehen Bogenschütz als gute Besetzung des Amtes. „Sie bringt das erforderliche Rüstzeug für eine Bürger-
meisterin mit und wird in die Aufgabe hineinwachsen“, sagte Killig. Natürlich wolle Bogenschütz einen „eigenen Stil“ einbringen, wie sie bekräftigte. Dennoch werde die Ortsratsarbeit der Bissendorfer SPD im Kern fortgesetzt.
Weil die CDU-Ratsfrau Susanne Brakelmann bei der Wahl im vergangenen Jahr fast fünfmal so viele Direktstimmen auf sich verbuchen konnte wie Bogenschütz, rechnet die SPD mit Kritik seitens der Christdemokraten. Die gleiche Situation habe aber vorgelegen, kontert die SPD, als Brakelmann seinerzeit zur Bürgermeisterin gewählt wurde. „Damals hatte Fritz Schöning deutlich mehr Stimmen als Brakelmann und wurde nicht gewählt. Insofern dreht sich die Diskussion bloß um“, meinte Pressesprecher Fischer.