Dachbodenfund in Wennebostel

Tim Seddig zeigt die Gedenktafel, die er auf dem Dachboden gefunden hat.

Gedenktafel erinnert an Gefallene, Vermisste und Überlebende

Resse/Wennebostel (st). Stöbern auf Dachböden alter Häuser bringt immer wieder mal etwas Überraschendes zutage. So erging es auch Tim Seddig, der beim Aufräumen auf dem Dachboden des Hauses seiner Familie in Wennebostel fündig wurde. Seddig, der bis zu seinem 29. Lebensjahr dort gelebt hatte und jetzt in Resse wohnt, entdeckte eine auf Hartkarton gefertigte Gedenktafel mit Fotos von 24 Gefallenen und Vermissten sowie 30 Kriegsteilnehmern aus dem 2. Weltkrieg (1939 – 1945) der Gemeinde Wennebostel. Auffällig ist besonders ein handschriftlicher Nachtrag auf dem zeitgeschichtlichen Dokument: Unter dem Foto von Karl Engelke mit dem Eintrag „verm. im Osten“ wurde das Datum 22.7.1944 nachgetragen, vermutlich der Tag, an dem Karl Engelke gefallen ist. Unter den abgebildeten Kriegsteilnehmern findet sich auch Heinrich Dierking. „Das ist mein Opa Heinrich, der 1992 verstorben ist“, erklärt Tim Seddig, der die Gedenktafel weiter in Familienbesitz aufbewahren möchte – aber nicht auf dem Dachboden.